Zeit und F.A.S. geben der Branche Hoffnung

Die neuesten Zahlen der IVW belegen, dass alle größeren Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen 12 Monate Käufer verloren haben - ein dramatisches Zeichen. Doch in einem anderen Zeitungssegment zeigt sich, dass auch Papier-Medien noch steigende Verkaufszahlen erreichen können: bei den Wochen- und Sonntagsblättern. Sowohl Die Zeit, als auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung verzeichnen ein Plus - und das auch ohne Tricksereien mit Sonstigen Verkäufen.

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Die Zeit verfehlte zwar die vom vierten Quartal 2009 bis zum zweiten Quartal 2010 erreichte 500.000er-Marke, sprang mit 493.991 verkauften Exemplaren pro Woche aber auf den besten Wert eines dritten Quartals seit 1992. Und: 438.627, also ca. 89% des Gesamtverkaufs stammen aus den Rubriken Abo und Einzelverkauf, also den wichtigsten IVW-Segmenten. Das kleine Abo-Minus von 814 konnte durch das Einzelverkaufs-Plus von über 4.000 mehr als ausgeglichen werden und im Gesamtverkauf bleibt ein Plus von 0,5%.

Ähnlich die Situation bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Sie gewann sogar 1,5% gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum hinzu und rückt der Welt am Sonntag wieder ein Stück näher. Etwa 2.000 Einzelverkaufs-Exemplare verlor die F.A.S. zwar, dafür stieg die Abonnentenzahl aber um fast 5.000. Die Welt am Sonntag verzeichnet unterdessen ein geringes Minus von 0,5%, das aber deutlich höher ausgefallen wäre, wenn der Verlag nicht mit einer Steigerung der Sonstigen Verkäufe um ca. 14.500 Exemplare gegengesteuert hätte. Denn: Der Einzelverkauf der WamS fiel um kräftige 16.400 Zeitungen. Besser als zuletzt sieht es dafür bei der Bild am Sonntag aus: Insgesamt verlor das Boulevardblatt 1,9%, im Einzelverkauf am Kiosk sogar nur 0,9%.

Nicht mehr dabei ist unserem Wochenzeitungs-Ranking der Rheinische Merkur, der wie berichtet nicht mehr eigenständig, sondern nur noch als Beilage der Zeit erscheint. Angesichts der deutlichen Verluste steht es auch um den Bayernkurier nicht gut: ein Minus von 11,0% leuchtet diesmal in der Bilanz des CSU-Blattes.

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