Geldmaschine Google mit furiosem Quartal

Es ist die mit Abstand beste Bilanz der noch jungen Konzerngeschichte: Der Internet-Riese Google überbot die Gewinnschätzungen der Analysten deutlich und verdiente im dritten Quartal satte 2,93 Milliarden Dollar. Vor allem die mobile Suche wächst dank Android weitaus schneller als erwartet. "Google hatte ein exzellentes Quartal", kommentierte CEO Eric Schmidt die Unternehmensbilanz, die an der Wall Street kräftig gefeiert wurde: Die Google-Aktie zog im nachbörslichen Handel um fast 50 Dollar an.

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Es ist die mit Abstand beste Bilanz der noch jungen Konzerngeschichte: Der Internet-Riese Google überbot die Gewinnschätzungen der Analysten deutlich und verdiente im dritten Quartal satte 2,93 Milliarden Dollar. Vor allem die mobile Suche wächst dank Android weitaus schneller als erwartet. "Google hatte ein exzellentes Quartal", kommentierte Eric Schmidt die Unternehmensbilanz, die an der Wall Street kräftig gefeiert wurde: Die Google-Aktie zog im nachbörslichen Handel um fast 50 Dollar an.

Der König ist zurück: Nach einem Dreivierteljahr der sinkenden Kurse und Negativ-Schlagzeilen im Zuge des China-Rückzugs meldete sich das bei weitem wertvollste Internet-Unternehmen mit einem Knall zurück: Googles Bilanz für das abgelaufene dritte Quartal ist weitaus besser als erwartet ausgefallen!

Statt der erwarteten 2,55 Milliarden Dollar verdiente die führende Internet-Suchmaschine zwischen Anfang Juli und Ende September tatsächlich 2,93 Milliarden Dollar. Das entsprach 7,64 Dollar je Anteilsschein nach Non-GAAP-Bilanzierungsstandard. Der Durchschnitt der von Thomson Reuters befragten Analysten hatte mit 6,67 Dollar je Aktie gerechnet. Damit pulverisierte Google die Analystenschätzungen um 15 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum kletterte der Gewinn um 30 Prozent.

Umsätze legen um 23 Prozent zu

Auch die Umsätze zogen kräftig an. Nach 5,94 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum fuhr Google nun in den 91 Tagen zwischen Anfang Juli und Ende September 7,29 Milliarden Dollar ein. Ohne Sonderposten erlöste Google 5,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 5,25 Milliarden Dollar gerechnet.

Zum ersten Mal ließ sich Google bei der Umsatz-Verteilung in die Karten schauen und teilte überraschend mit, dass die Vermarktung von mobilen Anzeigen bereits auf Jahresbasis zum Milliardengeschäft geworden sei. Berücksichtigt sind dabei alle mobilen Suchabfragen – also auf Android-Smartphones als auch anderen Handys.

Googles Mobil- und Display-Sparte wächst rasant

Mehr noch: Auch das Geschäft mit "Display Advertising", also Banner-Werbung auf YouTube oder über die Vermarktungsplattform Doubeklick, würde auf Jahressicht mehr als 2,5 Milliarden Dollar erlösen, erklärte Googles Senior Vice President Jonathan Rosenberg im anschließenden Conference Call. Überhaupt  scheint die lange Zeit als Fehleinkauf verschriene Videoplattform YouTube endlich Fahrt aufzunehmen: Die Videoabrufe legten im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 2 Milliarden pro Woche zu. Ob YouTube inzwischen profitabel arbeitet, wollte Eric Schmidt dennoch nicht kommentieren.

Der Google-CEO erklärte dafür: "Wir hatten ein exzellentes Quartal. Unser Kerngeschäft ist sehr gut gewachsen und unsere  neuen Geschäfte – besonders die Mobil- und Display-Sparte – haben weiter starkes Momentum gezeigt." Das hat auch endlich wieder die Google-Aktie, die mit einem Kursplus von 49 Dollar nach Handelsschluss einen der größten Sprünge in ihrer mehr als sechsjährigen Börsengeschichte hinlegte. Google notierte am Ende des nachbörslichen Handels bei 590 Dollar.

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