Anzeige

G+J: Neofonie-Projekt pausiert, iPad im Visier

Gruner + Jahr stoppt die Entwicklung seiner plattformübergreifenden und geräteunabhängigen E-Magazin-Lösung, an der der Verlag gemeinsam mit der Software-Firma Neofonie (WeTab) arbeitete. Stattdessen werkelt er an einer Stern-Multimedia-App für Apples iPad, die bis Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, berichtet Kress. Damit ist das Projekt, eine Software zur Erstellung eines digitalen Stern für alle erhältlichen E-Reader und Tablets zu entwickeln, vorerst gescheitert.

Anzeige

Gruner + Jahr setzt jetzt darauf, sein Magazin-Flaggschiff möglichst schnell auf das iPad, das am weitesten verbreitetste Tablet auf dem Markt, zu bringen. Nach Kress-Informationen setzt der Verlag dazu auf die Dienste der niederländischen Firma Woodwing. Deren Software benutzen viele internationale Verlage wie zum Beispiel Time Inc. Auch der schweizer Verlag Ringier hat sich vom WeTab-Hersteller Neofonie verabschiedet und greift auf Woodwing zurück. Offizieller Grund dafür ist, dass die Entwicklung einer plattformübergreifenden Technologie zu zeitaufwendig sei. Dass das WeTab gefloppt ist und der Unternehmens-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen einen Skandal auslöste, dürfte aber auch seinen Teil dazu beigetragen haben.
Was es bisher immer noch nicht gibt, ist eine Stern-App für den Bertelsmann-Magazin-Store "Pubbles". Tobias Seikel, stellvertretender Stern-Verlagsleiter, begründet dies laut Horizont so: Man arbeite an einer "redaktionsnahen Umsetzung für das iPad. Diese Lösung ist anspruchsvoll und keine pdf-Lösung." Er wolle das Stern-E-Magazine erst dann online anbieten, "wenn diese Lösung unseren Erwartungen entspricht". Und die "Lösung für Pubbles soll gemäß unserer geräteunabhängigen Strategie folgen". Also muss "Pubbles" noch einige Zeit ohne den Stern in seinem Sortiment auskommen.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige