Behörde streicht ZDF-Preisträgerin Hartz IV

Erst wurde Caroline Küchle-Maas vom ZDF mit dem "XY-Preis" für ihre Zivilcourage ausgezeichnet. Jetzt sollen ihr deshalb die Hartz-IV-Leistungen gestrichen werden. Wie Nordbayern.de berichtet, wollte sie mit den 10.000 Euro ihrem Sohn und ihrer Tochter ein Studium ermöglichen. Doch daraus wird nichts: Das Landratsamt Würzburg will ihre Aufstockung-Zahlungen aus Hartz IV aussetzen, bis das Preisgeld verbraucht ist. "Ich fühle mich wie jemand, dem man den Lorbeerkranz wegnimmt", sagte sie dem Regional-Portal.

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Küchle-Maas hatte auf einer Party mitbekommen, wie Nazis volksverhetzende Reden hielten und rassistische Parolen riefen. Sie verständigte die Polizei, sicherte die Beweise und erstattete Anzeige. Die Verantwortlichen konnten Dank der couragierten Frau schließlich vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden. "Hier ruhig zu bleiben, die strafrechtlich relevanten Worte mitzuschreiben, sich die Kfz-Kennzeichen der Gäste zu notieren – das ist schon eine Leistung", würdigte Innenminister Thomas de Maizière die couragierte Bayerin.

Doch allen Lobes zum Trotz – das Landratsamt Würzburg will laut Nordbayern.de bei der Heldin aus Bayern keine Ausnahme machen. Die ausgebildete Biologin hat nur eine Teilzeitstelle und bekommt deshalb für sich und ihre zwei Kinder noch zusätzlich eine Hartz-IV-Aufstockung. Diese Zahlungen sollen nun ausgesetzt werden, bis das Preisgeld verbraucht ist. Der vom ZDF und Securitel, der Produktionsgesellschaft der Ermittlungsshow "Aktenzeichen XY…ungelöst", ins Leben gerufene Preis "Gemeinsam gegen das Verbrechen" ist mit 10.000 Euro dotiert.

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