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25 Millionen-Deal: AOL kauft TechCrunch

Bereits zu Beginn der Woche hieß es, dass das verlustreiche AOL kurz vor der Übernahme des wohl bekanntesten Technologie-Blogs steht. Jetzt ist es offiziell: Der Internetkonzern kauft TechCrunch. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wird TechCrunch samt seiner Schwesternpublikationen übernommen und dabei weiterhin redaktionell unabhängig arbeiten. Laut Businessinsider.com habe der Kauf 25 Millionen Dollar gekostet – mit zusätzlichen Provisionen könnten es sogar 40 Millionen werden.

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Mit dem TechCrunch-Kauf will AOL sein Technologie-Netzwerk, zu dem seit 2005 auch das Blog Engadget gehört, weiter ausbauen. Der Firmensitz des auf Web- und Technologie-Nachrichten spezialisierten Blog-Netzwerks soll unverändert in San Francisco bleiben.
Mit Blick auf das Produkt und das Geschäft passe der Internetkonzern perfekt zu TechCrunch, erklärt dessen Gründer Michael Arrington in einem Blog-Eintrag. "Ich beabsichtige auf jeden Fall eine sehr lange Zeit mit AOL zusammenzubleiben", so Arrington. Entscheidend für das Zustandekommen des Deals sei aber die Zusicherung der redaktionellen Unabhängigkeit gewesen. "Das letzte, was wir wollten, ist so ein kuscheliges Verhältnis, wie es das Wall Street Journal mit seinem Schwesterunternehmen MySpace hat."
"Durch Michael und seine Kollegen ist das Techcrunch Network zu einem Schlagwort für exklusive Technologie-Nachrichten geworden", sagt AOL-Chef Tim Armstrong. "Das TechCrunch-Team wird eine außerordentliche Ergänzung zu den Qualitätsinhalten im AOL Technologie Netzwerk sein", so der AOL-CEO weiter. Damit sei dieses nun ein Muss für Werbekunden, die ihre Marke in einem der führenden Blogs für Technologie-Inhalte präsentieren wollen.
Was der TechCrunch-Kauf gekostet hat, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Businessinsider berichtete zunächst, es seien 25 Millionen Dollar geflossen und bezog sich dabei auf nicht genannte AOL-Mitarbeiter. Laut Quellen, die CNBC zum Übernahmepreis befragte, seien es sogar 40 Millionen Dollar. Businessinsider vermutet daraufhin, dass die 25 Millionen direkte Zahlungen seien und der Rest erfolgsabhängige Provisionen.
Zum Blog-Netzwerk TechCrunch gehören auch die Webseiten MobileCrunch, CrunchGear, TechCrunchIT, GreenTech, TechCrunchTV und CrunchBase, die AOL allesamt mitübernimmt. Auch die Veranstaltungssparte geht an den Interkonzern. TechCrunch organisiert einige Branchenkonferenzen und –veranstaltungen, darunter die Disrupt und die Crunchies Awards.

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