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Roger Schawinski zurück im deutschen TV-Geschäft

Ex-Sat.1-Chef Roger Schawinski meldet sich auf dem deutschen TV-Markt zurück. Der Schweizer Medienunternehmer steigt vier Jahre nach seinem plötzlichen Rückzug als Sat.1-Geschäftsführer bei solis TV ein. Das berichtet Kress.de. Demnach übernimmt Schawinski 24 Prozent der Anteile an der Berliner Produktionsfirma und steht dem Team bei Fragen zu Strategie und Formatentwicklung zur Seite.

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solis TV produziert vor allem Reality- und Infotainment-Formate. Das Team aus 25 Mitarbeitern ist unter anderem für die RTL-Sendungen "Helena Fürst – Anwältin der Armen", "Einsam unter Palmen – Auswanderer sucht Frau", für "Allestester im Einsatz" sowie "Der Ramschkönig" (beide Sat.1) und "Der Vorkoster" (WDR) verantwortlich. Geschäftführer ist Stefan Wichmann, den Schawinski noch von Sat.1-Zeiten kennt. Wichmann war von 2006 bis 2007 Redaktionsleiter bei "Sat.1 am Mittag". Zuvor leitete er die Redaktion von "Akte 05".
"solis TV beeindruckt mich durch die außergewöhnliche journalistische und formale Qualität ihrer Dokus", zitiert Kress Schawinski. Hier werde Realität nicht mit gescripteten Elementen verfälscht, so der Schweizer.
Schawinski wurde 2003 mit dem Verkauf der ProSiebenSat.1-Gruppe an ein Konsortium um den Investor Haim Saban als Sat.1-Geschäftsführer installiert und krempelte den kompletten Sender um. Dabei sorgte er für einige Flops, wie "Anke Late Night", feierte unter anderem mit "Verliebt in Berlin" aber auch Erfolge. Schawinski schaffte es, Sat.1 kurzfristig wieder auf Gewinn zu trimmen. Unter ihm stiegen die Marktanteile des Privatsenders von 10,2 auf 10,9 Prozent. 2006 lieferte er einen Rekordgewinn von 200 Millionen Euro ab, verließ im selben Jahr den Sender jedoch auf eigenen Entschluss.

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