FTD: neue Verpackung, gleicher Inhalt

Die Financial Times Deutschland liegt ab dem heutigen Montag in einer optisch überarbeiten Ausgabe am Kiosk und auf den Entscheider-Schreibtischen. Der Relaunch ist jedoch kein umfassender Umbau oder eine Komplett-Renovierung, sondern nur ein Re-Design. Inhaltlich sah Chefredakteur Steffen Klusmann offenbar keine Veranlassung viel zu ändern. Da ging der Konkurrent Handelsblatt, der Mitte September auch seiner Ausgabe schraubte, noch weit druckvoller ans Werk.

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In einem knappen Editorial schreibt Klusmann, dass es zwar keinen akuten Anlass für die optische Auffrischung gebe, allerdings "lohnt es sich auch ein gutes Produkt zu überarbeiten – insbesondere beim Design". Denn ein gutes Layout muss nach Meinung des Chefs ständig weiterentwickelt werden. "Deshalb haben wir unsere Optik nun grundlegend erneuert: von der Schrift bis zu den Rubrikenköpfen."

Die neue Agenda-Seite

Als Relauch-Ziel gab die Wirtschaftszeitung aus, dass sie prägnanter, klarer, eleganter und noch wertiger werden und wirken wolle. Das gelingt zum Teil. In der praktischen Handhabe der Zeitung und im Lesefluss fällt die Design-Renovierung kaum auf.

Auffälligste Neuerung auf der Titelseite ist eine neue Skyline. Sie soll für einen besseren Überblick über die wichtigsten Themen sorgen. Passend dazu werden auch auf den folgenden Seiten die Buch-Köpfe angepasst. Alle Überschriften laufen dann linksbündig. Zudem hatte Klusmann zusammen mit seinem Art Director Dominik Arndt und der Hamburger Design-Agentur twotype angekündigt, eine neue Marginal-Spalte einzuführen, die zusätzliche Informationen wie Diagramme oder Tabellen enthalten soll.

Die einzige inhaltliche Änderung betrifft den Agenda-Teil. Er wird Freitags nun zur Weekend-Agenda "mit vielen neuen Formaten".

Der neue Start ins Finanzen-Ressort

Vor rund zwei Wochen erst arbeitete auch das Handelsblatt an seinem Layout und – allerdings auch – an den Inhalten. Wichtigste Neuerungen sind zwei frische Rubriken und eine überarbeitete Titelseite. Bereits auf dem Cover ist bei den Düsseldorfern nun eine Extra-Spalte, die alle Exklusivmeldungen auf einen Blick zeigt.

Bei der Auflagenentwicklung zeigen sich beide Wirtschaftszeitungen aktuell recht stabil. Die FTD kam im zweiten Quartal 2010 auf einen Gesamtverkauf von 101.618 Exemplare. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von drei Prozent. Im Fünf-Jahres-Trend steht bei den Hamburgern sogar ein Plus von einem Prozent. Der Gesamtverkauf beim Handelsblatt liegt bei 136.892 Exemplaren. Vor zwölf Monaten lag dieser Wert nur um einen Prozentpunkt besser.

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