Burda: Redaktions-Koop für Familie 2.0

Bislang galt: Eine Redaktion kann so viele Hefte und Titel produzieren wie nur geht. Zwei Redaktionen aus demselben Verlag können allerdings unmöglich zusammen ein Heft an den Kiosk bringen. Burda bricht diese Regel nun bereits zum zweiten Mal. Nach Lisa und Focus Schule, arbeiten jetzt auch die Technik-Experten von Chip mit dem Schulableger des Nachrichtenmagazins für das Bookazine Familie 2.0 zusammen. Funktioniert die Kooperation, folgen bestimmt schon bald auch andere Redaktionen und Verlage.

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Das neue Heft soll Wissenswertes für Eltern rund um die Generation Internet bündeln. Familie 2.0 hat einen Umfang von 196 Seiten und ist ab dem 30. September für 12,95 Euro erhältlich. Die Druckauflage beträgt 34.000 Exemplare.
In der Titelgeschichte beschäftigen sich die Redaktionen mit den Neuen Medien und wollen zeigen, wie sie das Familienleben verändern. Zusätzlich bietet das Bookazine Lesern eine Heft-DVD mit einem Software-Paket. Unter anderem enthält die DVD eine Lernsoftware von Cornelsen zur Englisch-Grammatik sowie ein PC-Sicherheitspaket mit einem Antiviren-Programm.
"Die Kooperation der beiden Burda-Marken Chip und Focus-Schule ist das Ergebnis einer weiteren marken-übergreifenden Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens Hubert Burda Media", sagte Mathias Brüggemeier, Chefredakteur Focus-Schule. Das Magazin biete Eltern einen fundierten und detaillierten Ratgeber zum wichtigen Thema elektronische Medien in der Familie.
Familie 2.0 ist nicht das erste redaktionsübergreifende Sonderheft von Burda. Am 1. September erschien "Lisa Familie und Schule", das in Kooperation von Focus-Schule und Lisa entstanden war. Mit einer Auflage von 250.000 Stück kam das Heft zu einem Preis von 1,60 Euro an den Kiosk.
Auffällig ist an beiden Heften, dass sie einen stark ausgeprägten Ratgebercharakter haben. Während Familie 2.0 die Netzwelt beleuchtet und Eltern auf Gefahren sowie Chancen des Internet hinweisen will, bot Lisa Familie und Schule "Müttern und Vätern einen Ratgeber rund um die Themen Erziehung und Familie".
Service-Themen werden für die meisten Magazin-Verlage ein logischer Einstieg in redaktionsübergreifenden Kooperationen sein. Bei regionalen Tageszeitungen beziehungsweise Verlagen mit mehreren Regional-Titeln sind hausübergreifende Zentralredaktionen bei Ratgeberstücken längst Wirklichkeit. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch bei den großen Medienhäusern spezielle Autorenpools gibt, die für alle Titel die Servicestücke produzieren.

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