Highlights: AD erfindet den Magazinkatalog

Condé Nast geht beim Corporate Publishing neue Wege: Für die Ende Oktober in München stattfindende Internationale Kunstmesse "Highlights" hat das Architektur- und Stilmagazin Architectual Digest als Medienpartner auch den offiziellen Messekatalog erstellt, der nicht nur Ausstellungsstücke abbildet, sondern zudem redaktionelle Inhalte. Publisher Wolfgang Winter spricht mit Blick auf die Mix aus Redaktion und Corporate-Elementen von einem "Magazinkatalog" und einem "Novum" in der Kunstszene.

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Der 124 Seiten starke Magazinkatalog hat eine Gesamtauflage von 200.000 Exemplaren und erscheint erstmals heute zusammen mit der Oktoberausgabe von AD. Separat erhältlich ist er zudem für 5 Euro für die Dauer der Messe vom 22. Oktober bis 1. November vor Ort im Haus der Kunst.
Das Messemagazin entstand in enger Zusammenarbeit mit AD-Chefredakteurin Margit J. Mayer unter redaktioneller Leitung von Barbara Kraus, die gemeinsam mit Art Director Carlotta Engelhard das Magazin konzipierte und realisierte. Als Autoren des Magazinkatalogs konnten renommierte Journalisten wie Nikolaus Albrecht und Alexander Hosch gewonnen werden.
Im redaktionell gestalteten Teil werden Einblicke in die Traditionsmanufaktur Nymphenburg gegeben, der prominente niederländische Architekt Tom Postma – er verantwortet auch das Messedesign – und die Kunsthistorikerin Mirjam Neumeister porträtiert, und es wird die 54-jährige Historie der „Highlights“ aufgearbeitet, die nach mehr als zwei Jahrzehnten an die Isar zurückkehren. Nette redaktionelle Idee: Studenten der Akademie der Bildenden Künste stellen ihr persönliches Lieblingswerk aus dem Messeangebot der Alten Meister mit eigenen Worten vor. Den Abschluss des Magazinkatalogs bildet ein München-Guide, der Messebesuchern Tipps für anregende Tage in der bayerischen Kunst-Metropole gibt.
Im Ergebnis gefällt der Magazinkatalog als Premium-Broschüre ohne die übliche angestaubte Ehrfürchtigkeit vieler Kunstmessen-Führer, den – wie das Blättern zeigt – offenbar auch die Anzeigenkunden mögen. Mit dem "Highlights"-Katalog hat Architectual Digest eine interessante und lesenswerte Symbiose geschaffen, die als Corporate Publishing-Ansatz wie so viele "Kunstschätze" (so das Titelthema) in der Verlagsbranche bald Nachahmer finden dürfte.

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