NDR deckt Manipulation bei Radrennen auf

Radrennen, bei denen Amateursportler gegen Profis antreten, werden offenbar häufig manipuliert. Das ergaben Recherchen des NDR-Magazins "Menschen und Schlagzeilen". Demnach waren beispielsweise beim City Giro im schleswig-holsteinischen Rellingen im vergangen Jahr Rennverlauf, Zieleinkunft und Sieger abgesprochen, wie Fahrer und Funktionäre gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender zugaben.

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Vor dem Start hätte der Veranstalter klare Vorgaben gemacht, wer am Ende vorne sein dürfe, sagten zwei Teilnehmer dem NDR. "Nicht zu schnell fahren und die letzten zehn bis 15 Runden fährt eine Gruppe weg mit allen Top-Leuten", so die beiden Fahrer, die anonym bleiben wollten. Als erstes durchs Ziel fahren sollten die Profis, die hohe Antrittsprämien kassierten.
Der Präsident des Radsportverbands Schleswig-Holstein, Bernd Schmidt, gab gegenüber  den NDR zu, von der besagten Manipulation gewusst zu haben: "Die Amateur-Fahrer haben sich einen sportlichen Wettbewerb mit den Profis gewünscht. Der hat an diesem Tag leider nicht stattgefunden." Verantwortlich für die Genehmigung des Radrennens sei allerdings der Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Dort sprach man von einem "bedauerlichen Einzelfall".
Der Bericht wird am heutigen Mittwoch bei "Menschen und Schlagzeilen" um 21.00 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt.

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