Michael Arrington und das Startup-Kartell

Michael Arrington, der Mann hinter dem US-Blog TechCrunch, hat in einem Artikel der gesammelten Startup-Investorenszene des Silicon Valley geheime Absprachen vorgeworfen. Arrington berichtet, er selbst sei auf einem Geheimtreffen aufgeschlagen zu sein, bei dem offenbar illegale Absprachen bezüglich Investments in Internet-Startups diskutiert wurden. Auch soll besprochen worden sein, wie man Konkurrenten fernhält. Sollten die Vorwürfe stimmen, wäre das ein Fall für die Kartellbehörden in den USA.

Anzeige

Arrington beschreibt das Treffen wie eine Szene aus dem Mafia-Film "Der Pate". In einem Hinterzimmer in einem Restaurant in San Francisco habe die Crème de la Crème der Business-Angel-Szene des Silicon Valley um einen ovalen Tisch gesessen. Als Arrington dort aufgetaucht sei, sei jede Unterhaltung verstummt, bis er sich wieder entfernt habe.

Später, so berichtet Arrington, hätten ihm einige Teilnehmer trotzdem berichtet, worum es bei dem Geheimtreffen ging: illegale Absprachen zu Business-Deals. So sei es darum gegangen, wie die anwesenden Internet-Investoren verhindern könnten, dass die noch relativ neue Investmentfirma Y Combinator an Einfluss gewinnt, wie man Beteiligungen an Startups möglichst günstig halten und wie man klassische Venture-Capital-Firmen aus dem Geschäft mit Startups heraushalten kann.

Arrington nennt keine Namen und schreibt auch, dass einige der Anwesenden mit der Ausrichtung des Treffens sehr unglücklich gewesen seien. Sollte sein Bericht den Tatsachen entsprechen, wäre das ganze ein Fall für die US-Kartellbehörden.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige