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Deutscher Fernsehpreis: Schauspieler üben Kritik

In einem offenen Brief an die Veranstalter des Deutschen Fernsehpreis hat der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) in Berlin dazu aufgerufen, die Neugestaltung der Verleihung noch einmal zu überdenken. Unter anderem monieren sie, dass die Genres nun gleichbehandelt werden sollen.

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Die Schauspieler sehen darin eine "beispiellose Abwertung der Fiktion, weil diese, kurzfristig betrachtet, niemals mit der Wirtschaftlichkeit von Infotainment und Reality-TV konkurrieren kann", heißt es in dem Schreiben. Darin ist auch von "gesundheitsgefährdenden und illegalen Produktionsbedingungen" die Rede, die der Sparzwang der letzten Jahre mit sich gebracht habe.
Zudem kritisieren sie die Streichung der Auszeichnungen für die besten Nebendarsteller, beste Regie, den besten Schnitt, die beste Kamera, die beste Musik und die beste Ausstattung. "Ihre Annahme, die Kreativen würden durch die Auszeichnung einer Produktion mit ausgezeichnet, ist falsch. Kein Regisseur, kein Kameramann, kein Drehbuchautor, kein Schauspieler, auch kein Szenebildner, Komponist, kein Editor und auch kein Tonmeister wird sich als Fernsehpreisträger verstehen, nur, weil er an der Entstehung eines Preisträgerfilms beteiligt war."
In den vergangenen Tagen hatten sich laut Sat + Kabel bereits der  Verband Deutscher Drehbuchautoren und die Verwertungsgesellschaft GEMA gegen die Neugestaltung ausgesprochen.

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