Instyle Men: für den Dandy im Manne

Das Erscheinen der Instyle Men war nach Gala Men quasi unvermeidlich. Nun legt also auch Burda einen Männer-Ableger seines erfolgreichen Fashion-Titels vor. Instyle Men wird zunächst ab Samstag Huckepack mit der normalen Instyle über den Umweg Frau an den Mann gebracht. Ab November liegt das Heft dann für 3,50 Euro mit einer Druckauflage von 200.000 Exemplaren auch alleine am Kiosk. MEEDIA hat vorab einen ersten Blick in die neue Zeitschrift für gepflegte Herren geworfen.

Anzeige

Das Erscheinen der Instyle Men war nach Gala Men quasi unvermeidlich. Nun legt also auch Burda einen Männer-Ableger seines erfolgreichen Fashion-Titels vor. Instyle Men wird zunächst ab Samstag Huckepack mit der normalen Instyle über den Umweg Frau an den Mann gebracht. Ab November liegt das Heft dann für 3,50 Euro mit einer Druckauflage von 200.000 Exemplaren auch alleine am Kiosk. MEEDIA hat vorab einen ersten Blick in die neue Zeitschrift für gepflegte Herren geworfen.
Ein bisschen komisch ist das Gefühl schon, wenn man als Mann zum ersten Mal die Instyle Men durchblättert. Meinen die etwa mich? Soll ich mich jetzt in einen Herren-Pelzmantel hüllen wie der Rapper Kayne West? Oder ein graues T-Shirt im körpernahen Kashmir-Baumwoll-Mix für happige 230 Euro überstreifen? Was ist, wenn das einläuft? Hilfe! Instyle Men ist eine ganz klassische Frauenzeitschrift, bloß halt mit Männer-Klamotten und Rasierwasser statt Lippenstift. Es gibt die gleichen Scrapbook-artigen Produktseiten mit ganz vielen Pfeilen und Kringeln um Produkte herum und die gleichen oberflächlichen 08/15-Text-Häppchen darunter und darüber.
Aber die Zielgruppe will es ja so, zumindest die weibliche. Ob die Herren der Schöpfung genauso Ticken und dem noch Geschlechter-Gleichmacher-Presse eine gloriose Zukunft beschieden ist, muss sich noch zeigen. Hoffentlich stellt sich die Redaktion ihre Leserschaft nicht so vor, wie sie sich selbst darstellt.

Auf den Seiten 68 und 69 präsentieren drei Redakteure der Instyle Men ihre, äh, Mode und sehen dabei aus wie…. ja wie soll man sagen… also der eine trägt Kniebundhosen, der andere eine Wollmütze zu Strickweste und Sakko und der dritte einen knallbunten Schal. Ein bisschen ein verstörender Blick in das Innenleben eines Moderedakteurs. Und ob das “Wilde Kerle”-Jüngelchen Jimi Blue Ochsenknecht (“Bei meinem Look muss alles farblich abgestimmt sein”) mit seinen quietschbunten Doofi-Käppis wirklich ein Rollen-Modell für den gepflegten Mann von Welt ist oder ob der nicht sooo rasend bekannte "A-Team"-Darsteller Bradley Cooper auf dem Cover ein Verkaufsschlager ist – wer vermag das schon final zu beurteilen?
Als Fazit der Premieren-Ausgabe lernt der nicht so sehr modebewusste Mann jedenfalls: Männer lieben Uhren, Schuhe, iPhones und iPads.  Instyle Men stellt u.a. “die besten Männer-Apps” vor. Dass sind zum Beispiel der “Fake Caller” und der “Barchef”. Schöne Grüße vom Klischee. Instyle Men ist erst einmal als One-Shot geplant, also als einmalige Test-Ausgabe. Für die Konkurrenz von Gala Men ist bereits das dritte Heft angekündigt. Spannend wird’s aber ohnehin erst wenn für die neuen Magazine für weiche Kerle erstmals harte Auflagenzahlen vorliegen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige