Koks-Affäre: Twitterte Paris Hilton Beweis?

Paris Hilton produziert Schlagzeilen in Rekordtempo. Meinstens gilt: Eine ist unwichtiger als die andere. Doch jetzt könnte es ernst werden für die Hotelerbin. In Las Vegas muss sich der Jetset-Star wegen Kokainbesitz vor Gericht verantworten. Der Skandal könnte Hilton sogar ins Gefängnis bringen, wenn er sich denn bewahrheitet. Pikantes Beweisstück der Anklage ist möglicherweise ein Twitter-Foto, das das notorische Partygirl stolz ihren Followern präsentierte: Die Handtasche, aus der vielleicht das Kokain fiel.

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Es gibt keine schlechten Schlagzeilen, heißt es in Medienkreisen so gerne: Auch Skandale lassen sich bekanntlich öffentlichkeitswirksam nutzen. Der omnipräsenten Hotelerbin Paris Hilton könnte aber genau dieser unstillbare Drang nach Selbstdarstellung nun zum Verhängnis werden – im Social Media-Zeitalter bleibt schließlich jeder Schnappschuss hängen.

Besonders ärgerlich, wenn man ihn dann auch noch selbst platziert hat. Das geschah nämlich am 15. Juli mit diesem Tweet: "Liebe meine neue Chanel-Handtasche, die ich heute bekommen habe :)". Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen, selbst wenn das Glitzermuster nicht jedermanns Sache sein mag. Nur leider entwickelt sich das Bild, das mittlerweile über 100.000 Nutzer anklickten, zu einem Bumerang für die Hotelerbin.

Verhängnisvolles Taschen-Twitpic: Bis zu 4 Jahre Gefängnis?

Passiert war das: Am vorvergangenen Wochenende wurde Paris mit ihrem Freund, dem Nachtclub-Besitzer Cy Waits, von der Polizei in Las Vegas angehalten: Es rauchte verdächtig aus dem Wagenfenster. Warum, wurde Augenblicke später klar: Marihuana-Geruch. Das Auto wurde nach Haschisch durchsucht. Als die Beamten Hiltons Handtasche inspizierten, wurde dann etwas anderes gefunden: Neben einer Kreditkarte, 1300 Dollar, Lipgloss und Kokain. Exakt 0,8 Gramm, die reichen würden, um die Hotelerbin im Bundesstaat Nevada im Maximallfall für bis zu vier Jahre ins Gefängnis zu bringen.

Was sagte Paris Hilton selbst dazu? Sie habe das Päckchen Kokain für Kaugummi gehalten – die Handtasche wäre nämlich gar nicht ihre, sondern die einer Freundin, wie ihr Promi-Anwalt David Chernoff verlauten ließ.

"Schaut, ein Regenbogen, der bringt Glück"

Dumm nur, dass der Taschen-Tweet der Hotelerbin einen anderen Schluss nahelegt: Die Handtasche am Abend der Festnahme sieht nämlich exakt aus wie die Handtasche auf dem Twitpic vom 15. Juli, berichtet das Promi-Blog "Radar Online". Alles Zufall? Sechs Wochen könnte eine Chanel-Handtasche schließlich durchaus auch beim Partygirl Paris halten. Fortsetzung folgt spätestens am 27.Oktober, wenn die Anklage verhandelt wird.

Solange wird aber natürlich fleißig weiter getwittert, 2,6 Millionen Follower wollen schließlich täglich über das extravagante Leben der Hotelerbin informiert werden. "Ich liebe Tauchen", twitterte Paris gestern zu einem Twitpic im entsprechenden Neoprenanzug, auf dem noch etwas anderes zu sehen war: "Schaut, ein Regenbogen, der bringt Glück." Es muss ja immer weitergehen, irgendwie…

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