Frankfurter Rundschau feiert 65. Geburtstag

Nachträglich alles Gute: Eigentlich hatte die Frankfurter Rundschau bereits am 1. August Geburtstag, doch wegen der Ferienzeit verlegte die Redaktion die Feierlichkeiten auf den 4. September. In der heutigen Samstagausgabe gibt es nun 64 Sonderseiten. Erster Gratulant ist Hans-Dietrich Genscher. Aber auch die Verleger Alfred und Konstantin Neven DuMont würdigen die Tageszeitung mit zwei langen Stücken. Ansonsten versucht die Jubiläumsbeilage den Spagat zwischen Historie und Online-Zukunft.

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Genscher schreibt in seinem Text „Dem Wandel verpflichtet“, darüber, dass die FR immer schon eine “Warnerin vor restaurativen Tendenzen“ gewesen sei. Dass der FDP-Politiker als Erster in der Sonderbeilage zu Wort kommt, überrascht. Immerhin war die Rundschau lange im Besitz der SPD-Holding DDVG, die zudem noch heute an dem Titel beteiligt ist.
Konstantin Neven DuMont schreibt einen Text über „Orientierung in der digitalen Welt“. Sein Vater dagegen wurde von Stephan Hebel interviewt und spricht „über die Zukunft der Presse, den Mainstream der Meinungen und das Zeitunglesen als kontemplatives Erlebnis.“
Durch die ganze Geburtstagsbeilage weht – wie so oft in solchen Publikationen – ein Hauch von Wehmut. Tatsächlich hat die Rundschau aktuell mit einigen Problemen zu kämpfen. So erwirtschafteten die Frankfurter 2009 ein Verlust von 24,5 Millionen Euro, weitere Stellenstreichungen scheinen unausweichlich und auch die Auflage sinkt seit Jahren. So gingen innerhalb der vergangen fünf Jahre 18 Prozent des Gesamtverkaufes verloren.
Zeitgleich versucht der Verlag allerdings die neuen Medien zu stärken. Gerade erst ging eine komplett überarbeitete neue Webseite der Tageszeitung online. Zudem soll schon bald eine eigene iPad-App starten.

>> Web-Special zum 65. Geburtstag

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