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Skandal um Islam-Ballerspiel der FPÖ

Die rechtspopulistische Partei FPÖ hat in Österreich für einen handfesten Skandal gesorgt. Mit einem Flashgame namens "Moschee ba ba!" (auf hochdeutsch in etwa "Tschüss Moschee") wirbt sie im Bundesland Steiermark für sich und die anstehende Wahl. Spielziel ist es, Moscheen und Muezzine aus der Steiermark zu entfernen, indem man sie abschießt. Laut der Tageszeitung Standard sind bereits mehrere Anzeigen gegen die FPÖ eingegangen, u.a. vom Landtagsspitzenkandidaten der Grünen, Werner Kogler.

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Zwar fließt in dem Spiel kein Blut, die Muezzine lösen sich nach dem Schuss auf sie einfach in Luft auf, und statt einem Fadenkreuz schießt der Spieler mit einem Kreis, dennoch ist die völlig geschmacklose und menschenverachtende Intention des Spiels nicht zu leugnen. Und so wirbt die FPÖ am Ende des Spiels, wenn das Spielziel verfehlt wurde, auch mit den Worten: "Die Steiermark ist voller Minarette und Moscheen! Damit das nicht geschieht: Am 26. September Dr. Gerhard Kurzmann und die FPÖ wählen!"

Neben dem Grünen-Politiker Kogler hat laut Standard auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) eine Anzeige wegen Volksverhetzung eingereicht. Deren Präsident Anas Schakfeh zitiert die Zeitung mit den Worten, die FPÖ wolle Missgunst säen, das Spiel sei "geschmacklos und nicht nachvollziehbar in einem Land, in dem die Menschen bis jetzt in Frieden und Harmonie gelebt haben".

Der für sich werbende Politiker Kurzmann gibt hingegen zu Protokoll, das Spiel sei eine Art, die Jugend, die sich nicht für Politik interessiere, auf Probleme aufmerksam zu machen. Produziert wurde das erbärmliche Spiel offenbar gemeinsam mit dem Schweizer Werber Alexander Segert, der bereits in der Schweiz die Kampagne für ein Minarettverbot konzipierte und damals ein ähnliches Spiel veröffentlichte.

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