DuMont: Gewinneinbruch um 96 Prozent

Die großen Medienunternehmen wie Bertelsmann oder Springer legten gerade überzeugende Bilanzen vor. Sie konnten ihren Gewinn jeweils kräftig steigern. Anders sieht es beim Zeitungshaus DuMont Schauberg aus. Nach WDR- und EPD-Berichten leiden die Kölner vor allem unter Umsatzverlusten im Anzeigengeschäft. In diesem Bereich summiert sich das Minus im Jahr 2009 auf 30,9 Mio. Euro. Die Folge für die Bilanz: Nach einem Überschuss von 12,8 Mio. in 2008, betrug er 2009 nur noch 463.473 Euro.

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Trotz des Gewinnrückgangs konnte der Zeitungskonzern den Gesamtumsatz von 692,2 Millionen Euro auf 706,8 Millionen Euro steigern. Trotzdem sank auch das Vorsteuerergebnis (Ebitda) von 97 Millionen Euro auf knapp 71 Millionen Euro.
Offenbar richten sich die Kölner auf schwierigere Zeiten ein. So zitiert der WDR aus dem Konzern-Lagebericht, dass sich alle Unternehmensbereiche dauerhaft auf niedrige Umsätze einstellen müssten. Von einem "strikten Kostenmanagement" ist die Rede, das fortgesetzt und intensiviert werden muss. "Für alle Bereiche seien standortübergreifende Arbeitskreise gebildet worden, die bis 2012 Sparpotenziale und Synergieeffekte ausloten und umsetzen sollten", heißt es beim WDR.
Das klingt, als ob sich die Angestellten auf weitere Sparrunden einstellen können. Bei der Frankfurter Rundschau wird bereits an massiven Kostensenkungen gearbeitet. Dort sollen bis zu 50 Stellen wegfallen.
DuMont ist nach Auflagenzahlen die drittgrößte Zeitungsgruppe in Deutschland. Allerdings leiden mehrere Titel des Hauses nicht nur unter der Anzeigen-, sondern auch unter einer kräftigen Auflagenkrise.
Sowohl die Berliner Zeitung, als auch die Frankfurter Rundschau verloren beide in den vergangen zwölf Monaten zehn Prozent. Bei der FR liegt die Gesamtauflage noch bei 133.050 Exemplaren und bei der Berliner Zeitung bei 147.993. Einen Teil der Verluste, geht jedoch zum Teil auf eine Reduktion der Sonderverkäufe zurück. Trotzdem leiden beide Titel vor allem unter einen massiven Abonnenten-Verlust. Das Abo-Minus bei der Frankfurter Rundschau summiert sich in den vergangen fünf Jahren auf 29 Prozent und bei der Berliner Zeitung auf 20 Prozent.

Der Kölner Express kommt aktuell auf 156.102 Exemplare. Damit beträgt das Minus der vergangen zwölf Monate fünf Prozent. Innerhalb der letzten fünf Jahre verlor das Boulevardblatt allerdings 17 Prozent. 

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