Neues vom WeTab: Medion ja, Aldi nein

Das WeTab, die iPad-Alternative der Berliner Firma Neofonie, die vor einiger Zeit im Rahmen eines PR-Desasters in Berlin vorgestellt wurde, ist wieder da. Das damals gezeigte Gerät war offenbar nur ein sehr eingeschränkt funktionsfähiger Prototyp. Seither hat Neofonie auf den “Massenstart” am 21. September hingearbeitet. Ab dann soll es das Gerät bei Amazon und Media Markt geben. Bei Facebook beantworteten Neofonie-Mitarbeiter jetzt neue Fragen von Nutzern. Auch, ob es das WeTab bei Aldi geben wird.

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Die Antwort lautet nein. Hintergrund der Aldi-Frage ist, dass Neofonie eine Vertriebskooperation mit der Elektro-Handelskette Media Markt geschlossen hat. Ab 21. September soll die Möchtegern-iPad-Alternative auch in Media Märkten erhältlich sein. Interessant ist nun folgender Hinweis auf der Media Markt Seite: “Bei Media Markt wird es dann unter der genauen Bezeichnung Medion TT 116 A 01 WETAB geführt.” Medion ist der Computerhersteller, der vor allem für Aldi Computer und Elektro-Geräte liefert.

Prompt fragten Nutzer auf Facebook, ob dies bedeute, dass das WeTab auch bei Aldi erhältlich sein wird. Die Antwort vom WeTab: “Nein, die Medion AG ist unser Dienstleister für Logistikmanagement und After-Sales-Service. Wir wollen dem Handel und den Online-Käufern das WeTab zuverlässig und pünktlich liefern lassen und nach dem Kauf den bestmöglichen Support bieten. Die Medion AG hat in solchen Dienstleistungen seit 20 Jahren Erfahrungen, auch international.”

Andere handverlesene Fragen, die WeTab bei Facebook beantwortete, sind weitaus weniger aussagekräftig. So wird beispielsweise die Frage beantwortet, ob man das WeTab auch auf Englisch bedienen kann. Antwort: “Yes”. Oder: “Wie funktioniert die Recovery?” Antwort: “Man kann das WeTab auf Werkseinstellungen zurücksetzen, sollte es jedoch größere Probleme geben, muss das Gerät an den Support geschickt werden.” Also an die Damen und Herren des Aldi-Zulieferers Medion.

Wie bei den WeTab-Diskussionen bei Facebook üblich, ziehen die Äußerungen von Neofonie sogleich eine Menge an Nutzer-Spott auf sich sich. Ein User schreibt: “Mal echt jetzt, meine Damen und Herren der Neofonie, 4taitoo und WeTab. Das was ihr hier treibt ist lächerlich. Die paar Antworten auf Pillepalle Fragen wollt ihr uns nicht ernsthaft hier als ernstzunehmenden Beitrag verkaufen?” Ein anderer Nutzer: “Wenn ich Kinderfragen beantwortet haben will. kauf’ ich ‘ne Micky Maus, da bekomme ich wenigstens ein Detektiv-Set inklusive Super Lupe dazu…”

Ein Nutzer verfasste zu den WeTab-Fragen gleich einen kleinen Quatsch-Fragen-Katalog: “Kann ich mit dem eingebauten Lüfter meinen Grill anblasen? Ist das WeTab feuerfest? Wie viele Bratwürstchen passen auf das Display (natürlich mehr, als beim iPad)? Funktioniert nachher noch der Touch? Wie viel Berliner Kindl sind nötig, bis der Lagesensor versagt? Wie lang muss ein roter Schal sein, um das WeTab vollständig darin einzuwickeln?”

Neofonie lässt sich von den Verulkungen nicht beirren und hält, zumindest derzeit, an einem Marktstart im September in Deutschland fest. Für Österreich und die Schweiz ist das Wunder-Tab dann im Laufe des vierten Quartals angekündigt. Und auch international hat Neofonie in bewährter Manier große Pläne. Schweden und die USA sollen das WeTab irgendwann in 2011 in Händen halten dürfen. Nun richten sich aber alle Augen erst einmal auf den “Massenstart” in Deutschland, bei dem die spannendste Frage von Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen hoffentlich endlich final beantwortet wird: Toucht es oder toucht es nicht?

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