BVB-Fans wollen Schalke-Arena wegpixeln

Die mit typisch deutschem Ernst geführte Street View-Debatte hat kreative Dortmund Fans auf eine spaßige Idee gebracht. Sie haben bei Google die Unkenntlichmachung des Schalkestadions beantragt. Im BVB-Fanzine Schwarzgelb.de veröffentlichten die Borussia-Freunde einen Screenshot ihres Antrags. Als Beschreibung der Veltins Arena – die Google dazu dient, das Gebäude leichter zu identifizieren – gaben sie schlichtweg "hässlich" ein. Rein theoretisch könnte der Streich sogar funktionieren.

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Wer bei Street View eine Unkenntlichmachung beantragen will, muss zunächst die Adresse des Gebäudes angeben und es auf der Google Maps Karte markieren. Hier haben die schwarz-gelben Schlitzohren Arenaring 1, 45891 Gelsenkirchen eingetragen – die Anschrift der Veltins Arena. Den Marker setzten sie mitten auf das Dach des Stadions.
Dass man bei Google auf den Streich der BVB-Fans hereinfallen wird, ist unwahrscheinlich. Doch theoretisch scheint es sogar möglich fremde Häuser bei Street View löschen zu lassen.
Google schreibt auf seiner Seite zur Antragstellung zwar eindeutig: "Dieser Dienst steht ausschließlich Personen zur Verfügung, die Eigentümer eines Gebäudes/Grundstückes in Deutschland sind oder dieses bewohnen und es vor der Veröffentlichung von Street View unkenntlich machen möchten." Und weiter erklärt der Suchmaschinen-Gigant: "Da wir einem Missbrauch dieses Dienstes vorbeugen müssen, ist eine Verifizierung Ihrer Angaben erforderlich. Dazu schickt Google Ihnen einen Verifizierungscode an die angegebene Postanschrift sowie eine E-Mail mit einem zur Verifizierung benötigten Link. Über diesen Link können Sie den Vorgang abschließen."
Das Problem ist jedoch: Die Postanschrift an die der Brief mit dem Freischaltcode geschickt wird, muss nicht der, des zur Unkenntlichmachung beantragten Gebäudes entsprechen. So ist es möglich sich die Verifizierungspost an eine beliebige Adresse schicken zu lassen. Die ist zwar sinnvoll, da somit auch Gebäude und vor allem Grundstücke ohne Briefkasten unkenntlich gemacht werden können, andererseits führt es den Verifizierungsprozess ad absurdum. Fraglich ist also, wie Google dann überprüfen will, ob der Antragsteller ein Haus tatsächlich bewohnt.

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