Sachsensumpf-Affäre: Staatsanwaltschaft geht in Berufung

Der umstrittene Sachsensumpf-Prozess gegen zwei Leipziger Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel geht in die Verlängerung. Wie die das Fachmagazin journalist berichtet kündigt nach den Angeklagten nun auch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel an. "Wir gehen in allen Punkten in Berufung", sagte Lorenz Haase, Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, dem DJV-Blatt.

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Am vergangenen Freitag hat das Dresdener Amtsgericht die beiden Journalisten wegen übler Nachrede und Verleumdung zu einer Geldstrafe von je 2500 Euro verurteilt. Gefordert hatte die Staatsanwaltschaft 6000 Euro.
Die Journalisten hatten vor zwei Jahren zu einer Korruptionsaffäre im Umfeld der Dresdner Justiz recherchiert. Zwei ehemalige Leipziger Richter und der Polizeipräsident hatten sich durch die Berichterstattung verunglimpft gesehen und Strafanzeige gestellt. Während des Prozesses ging es vor allem um eine Textpassage in einem Zeit Online-Stück. Die Formulierungen in einem Spiegel-Artikel waren hingegen nicht mehr Gegenstand des Urteils. Für diesen Text hatte bereits das Hamburger Nachrichtenmagazin die Verantwortung übernommen und ein Geldstrafe gezahlt.
Beide Artikel sollen nun laut journalist in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Dresden noch einmal neu bewertet werden.

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