aktuelle verwechselt Schweiger mit Sextäter

Die aktuelle hat mal wieder daneben gegriffen. “Dana Schweiger geschockt: Nebenan wohnt der Sex-Täter”, titelt die Zeitschrift auf der aktuellen Ausgabe. Die Geschichte, dass ein verurteilter Sexualstraftäter in die Nähe der Villa von Til Schweigers Ehefrau, von der er getrennt lebt, gezogen ist, wird mit einem vermeintlichen Foto des Triebtäters bebildert. Blöd nur: Auf dem Foto ist nicht der “Sex-Täter”, sondern Til Schweiger. Es ist nicht das erste Mal, dass der aktuellen ein solcher Fehler passiert.

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Die aktuelle hat mal wieder daneben gegriffen. “Dana Schweiger geschockt: Nebenan wohnt der Sex-Täter” titelt die Zeitschrift auf der aktuellen Ausgabe. Die Geschichte, dass ein verurteilter Sexualstraftäter in die Nähe der Villa von Til Schweigers Ehefrau, von der er getrennt lebt, gezogen ist, wird mit einem vermeintlichen Foto des Triebtäters bebildert. Blöd nur: Auf dem Foto ist nicht der “Sex-Täter”, sondern Til Schweiger. Es ist nicht das erste Mal, dass der aktuellen ein solcher Fehler passiert.

Zumal der Fehler mit der falschen Bildbeschriftung leicht zu vermeiden gewesen wäre. Es gibt zahlreiche Aufnahmen des Triebtäters Hans Peter W. auf denen klar zu erkennen ist, dass der Mann, den die aktuelle als Hans Peter W. bezeichnet, ganz anders aussieht. Nämlich wie Til Schweiger von hinten. Auch die Bildagentur SLP, von der das Foto stammt, bestätigt auf Anfrage von MEEDIA, dass auf dem Foto in Wahrheit Til Schweiger zu sehen ist und dass sie das Bild nie mit dem Namen des Triebtäters in Verbindung gebracht hat.

Laut die aktuelle ist hier der "Triebtäter Hans Peter W." zu sehen. In Wahrheit ist es Til Schweiger

So taucht Til Schweiger in dem aktuelle-Bericht also gleich doppelt auf. Einmal mit sorgenvoller Miene von vorne. Und einmal von hinten als Triebtäter (aktuelle-Bildunterschrift: “Triebtäter Hans Peter W. zog jetzt im Forsthaus gegenüber der Schweiger-Villa ein”). Solche Pannen haben bei der aktuellen eine unrühmliche Tradition. Schon mal schrieb das Blatt unter der Verantwortung von Chefredakteurin Anne Hoffmann den Schauspieler und Afrika-Aktivisten Karlheinz Böhm halbtot. Er gehe “zum Sterben in die Berge”. Böhm ließ die Räuberpistole per offenen Brief richtigstellen. Das im gleichen Verlag wie die aktuelle erscheinende Magazin die zwei nahm die Sache zum Anlass, dem Schwester-Blatt ordentlich die Leviten zu lesen.

Auf eine mit Fehlern gespickte Berichterstattung zu Günther Jauch folgte eine umfangreiche Gegendarstellung, die Jauch erst juristisch erzwingen musste. Die aktuelle strickte daraus flugs einen neuen, scheinheiligen Aufmacher. Das Schwester-Blatt zu die aktuelle, Frau Aktuell, das ebenso von Frau Hoffmann verantwortet wird, brachte eine dubiose Exklusiv-Geschichte, bei der der Freund der Schauspielerin Simone Thomalla, der bekannte Handballer Silvio Heinevetter, angeblich beim Fremdknutschen erwischt worden sei. Später stellte sich heraus: Die Kuss-Szene war gestellt. Die angebliche Fremdknutscherin war die Tochter eine Fotoagentur-Besitzers.

Zuletzt kassierte Frau Aktuell vor der 9. Münchner Zivilkammer eine Gegendarstellung, weil das Blatt der bekannten Profi-Pokerspielerin Sandra Naujoks eine Affäre mit Boris Becker während eines Poker-Turniers auf den Bahamas andichtete (“Karibik-Sause”). WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach sagte im Interview mit der Frankfurter Rundschau im März: “Journalismus, der auch in Zukunft seinen Preis wert ist, zeichnet sich – wie alle kreativen Tätigkeiten – durch Qualität und Exzellenz aus.” Vielleicht sollte er mal einen Blick in die eine oder andere aktuelle Zeitschrift seines Hauses werfen.

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