SPD-Medienholding prüft Personalkosten

Die SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) will ihre Personalkosten auf den Prüfstand stellen. Bei den heutigen Personalkosten würden die meisten Regionalverlage kaum die nächsten vier Jahre überleben, warnt Geschäftsführer Jens Berendsen in einem Interview mit dem Branchendienst Horizont.

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Produktionskosten und Personal seien bereits bis zur Schmerzgrenze optimiert, so Berendsen. Dabei gehe es nicht um Renditemaximierung, sondern vielmehr um die Existenzsicherung regionaler Zeitungsverlage und damit auch um die Pressevielfalt.

Eine Alternative sei auch die Fusion von Produktion, Verwaltung und EDV – "wenn sie die ökonomische Basis der Verlage verbessern", sagt Berendsen weiter. Zu Gunsten der Titelvielfalt sei es daher "hilfreich, wenn das Bundeskartellamt hier eine etwas längere Leine ließe".

Die SPD-eigene Holding ist weit verzweigt, prominente Beteiligungen hält die Partei bei Frankfurter Rundschau, der Zeitungsgruppe Madsack (u.a. Hannoversche Allgemeine) und Ökotest. Im letzten Jahr hat die Verlagsgesellschaft zwar noch schwarze Zahlen geschrieben – allerdings schrumpfte der Gewinn nach Steuern von 15,5 Millionen im Vorjahr auf 4,2 Millionen Euro.

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