Fußball: die besten Manager-Spiele im Web

Wenn am Freitag die Fußball-Bundesliga startet, wird es sie wieder geben: unzählige Diskussionen über die richtige Aufstellung, hunderte Meinungen über die Leistungen der alten und neuen Stars. Dabei war es noch nie so einfach, selbst die Geschicke einer Bundesliga-Mannschaft in die Hand zu nehmen. Zahlreiche Seiten im Internet laden ihre User dazu ein, Spieler zu verpflichten und aufzustellen. Vom Traditionalisten bis zum gewieften Statistik-Freak, der auf jeden Fehlpass reagieren will, ist für alle etwas dabei.

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Der Kicker war in den 90er-Jahren der Vorreiter der Managerspiele. Die angehenden Uli Hoeness‘ setzten sich vor der Saison zusammen, studierten das Sonderheft und gaben dann die Gebote für die Spieler ab, die sie gern in ihren Teams haben würden. Auch heute noch erfreut sich der Kicker-Manager reger Beliebtheit. So schön verhandelt und geboten wie damals wird heute zwar nicht mehr, doch dafür bietet www.kicker.de/managerspiel sogar drei verschiedene, kostenlose Formen von Bundesliga-Managern an, bei denen die Mitspieler die Chance auf diverse Gewinne wie Länderspielreisen haben.

Zum einen gibt es die Classic-Variante. Diese eignet sich am besten für die Manager, die keine Zeit oder Lust haben, sich jede Woche um ihr Team zu kümmern. Gekauft wird ein 15-Mann-Kader für die gesamte Saison, für den man 30 Mio. Euro zur Verfügung hat. Dabei dürfen nicht mehr als drei Spieler eines Bundesliga-Teams in einer Mannschaft stehen. Ein weiterer Vorteil dieser Variante ist, dass die Teilnahme sogar noch auf dem Postweg möglich ist.

Bei der Interactive-Variante findet das Spiel hingegen ausschließlich online statt. Im 22-Mann-Kader hat man bis zum Saisonstart die Möglichkeit, sein Team noch umzustellen. Ein zweites Transferfenster öffnet sich in der Winterpause. Im Gegensatz zur Classic-Variante gibt es nicht nur Punkte für Noten, Tore und Karten der einzelnen Spieler, sondern auch für Assists, Einsätze des Spielers von Beginn an und Zu-Null-Spiele des Torhüters. Für die teilnehmenden Manager stehen zudem fünf verschiedene Taktikschemata zur Verfügung.

Die neueste der drei Varianten ist das Managerspiel Pro. Wie der Name schon vermuten lässt, erfordert diese Spielart die meiste Zeit, ist aber auch am vielfältigsten gestaltet. Die Werte der Bundesliga-Spieler verändern sich dynamisch je nach ihrer Leistung, und im Gegensatz zu den anderen beiden Varianten ist jeder Bundesliga-Spieler auch nur einmal auf dem Markt. Die Pro-Variante wird in User-Ligen zwischen zwei und 18 Mitgliedern gespielt, wobei eine Liga mit 18 Teilnehmern sogar die Möglichkeit zu einem Head-To-Head-Wettbewerb hat, der wie die Bundesliga an Spieltagen mit entsprechender Punktevergabe läuft.

Ebenfalls ein Klassiker und mittlerweile schon zehn Jahre dabei ist Comunio. Unter www.comunio.de kann man mit Freunden eine eigene Liga gründen, oder in bereits bestehenden Ligen aufgenommen werden. Die Teilnahme als Basic Player ist kostenlos, allerdings gibt es auch zwei kostenpflichtige Varianten als Plus oder Pro Player. Zum Start erhält jeder Manager entweder ein Team aus 15 Bundesligaspielern zugelost und zusätzlich 20 Millionen Euro, oder man kauft sich das eigene Team komplett für 40 Millionen zusammen.

Gewertet werden auch hier Tore, Karten und Noten, wobei der Partner der Notenvergabe bei Comunio sportal.de und nicht der Kicker ist. Dem Basic Player stehen fünf Spielsysteme zur Auswahl. Je mehr gezahlt wird, desto umfangreicher wird das Angebot an Statistiken, Formkurven, Daten etc. Die Plus Player-Variante ist dabei für zwölf Euro pro Saison zu haben, als Pro Player zahlt man 14,50 Euro für eine Spielzeit. Ein Vorteil der Pro-Variante ist z. B., dass die Möglichkeit besteht, seine Liga saisonübergreifend weiterzuführen. Desweiteren hat der Manager zusätzliche Taktikvarianten zur Verfügung.

Für Fußball-Freunde, die auf eine gelungene und übersichtliche Optik setzen, ist Fooma zu empfehlen. Dieser Bundesliga-Manager setzt dabei auf die Kicker-Noten und wird in Mini-Ligen bis zu zwölf Mitspielern gespielt. Eine Besonderheit ist, dass man mit seinem Team nur punkten kann, wenn das Konto im Plus oder auf Null steht. Da würden einige Manager aus der Premier League oder der Primera División ziemlich leer ausgehen. Also nichts für Freunde üppiger Kreditlinien – eher Prepaid-Kostenkontrolle statt Dispo-Mentalität. Ein weiterer Vorteil ist, dass www.fooma.de die Chance bietet, saisonübergreifend zu spielen, ohne dafür etwas zu bezahlen.

Doch auch Fooma hat mit der Premium-Version (9,90 Euro pro Saison) und der Platinum-Variante (19,90 Euro pro Saison) zwei kostenpflichtige Manager-Spiele im Angebot, die vor allem mehr Gimmicks bieten als das Gratis-Spiel. So stehen den Platinum-Spielern nicht nur große Porträtfotos aller Spieler und zusätzliche Formstatistiken zur Verfügung, sondern auch individuelle Pokalwettbewerbe und Gewinne wie Deutschland-Trikots oder ein iPad.

Manager, die besonderen Wert auf Statistiken legen und denen es nicht reicht, nur nach Toren und Noten bewertet zu werden, sollten einen Blick auf die kostenlosen Managerspiele der Sport-Bild und von Eurosport riskieren. Unter bundesligamanager.sportbild.de kann der Mitspieler einen Kader aus 15 bis 21 Spielern mit einem Budget von 65 Millionen Euro zusammenstellen. Anders als beim Kicker oder bei Comunio, aber genauso wie bei der Platinum-Version von Fooma, hat man bei der Sport-Bild die Möglichkeit, den Kapitän seines Teams zu benennen und mit ihm die doppelte Punktzahl einzukassieren. Neu und exklusiv ist zudem die Wahl eines Trainers, der aber von Spieltag zu Spieltag gewechselt werden kann und je nach Erfolg und Tabellenstand für zusätzliche Punkte sorgt. Als Leistungsgrundlage der einzelnen Bundesliga-Spieler dient dabei die umfangreiche Impire-Datenbank. Zudem fließen andere Werte wie die Wichtigkeit eines Tores mit ein.

Ähnlich wie die Sport-Bild, allerdings etwas umfangreicher, aber auch unübersichtlicher ist das Managerspiel von Eurosport, in Kooperation mit Yahoo. Unter ybuliman.neopoly.com bekommt man einen ersten Überblick. Hier geht es nicht nur um schnöde Tore oder vertretbare Rote Karten. Nein, sortiert nach den Positionen der Spieler, gibt es beispielsweise Punkte für geblockte Schüsse, unterbundene Pässe, gewonne Zweikämpfe etc. Da kann der Gelegenheits-Manager schon einmal die Übersicht verlieren, allerdings ist die Bewertung der einzelnen Spieler durch die Flut an Daten auch genauer und individueller.

Auch das Sportportal spox.com bietet seinen persönlichen Bundesliga-Manager an und erweckt den Bundesliga-FUXX wieder zum Leben. Der Vorgänger und Nachfolger von konterstark.de bietet zwei kostenlose Varianten an: Die Spieler entscheiden sich entweder für die Meisterschaft, bei der man gegen tausende andere Manager antritt, oder man wählt das Ligaspiel, bei dem man wiederum mit Freunden eine Liga gründet. Der Unterschied zu den anderen Spielen liegt darin, dass der Teilnehmer durch Einzeltrainings seiner Spieler bestimmte Bonuspunkte sammeln kann. Ebenso wichtig ist die Aufstellung der Mannschaft auf den richtigen Positionen. Der Manager-FUXX sollte also wissen, welcher Mittelfeldspieler links und welcher in seinem Team zentral spielt. Die Bewertung erfolgt anhand von einer Notenskala zwischen 0,0 und 10,0 und bietet dadurch hohe Individualität.

Fazit: Egal für welches dieser allesamt empfehlenswerten Manager-Spiele sich der Spieler letzlich entscheidet – nach jedem Spieltag wird er zumindest besser verstehen, wie sich ein Trainer oder Manager fühlt, der sich der Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt sieht. Anders als Felix Magath und Co. muss er sich jedoch für seine Entscheidungen wenigstens nicht vor laufenden Kameras rechtfertigen.

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