Murdochs Newscorp schreibt wieder schwarz

Furioses Finish bei News Corp: Der nach Walt Disney zweitwertvollste Medienkonzern der Welt konnte nach Handelsschluss an der Wall Street eine bessere Geschäftsbilanz als erwartet vorlegen. Nach Verlusten im Vergleichszeitraum im Vorjahr kehrte der Großaktionär des deutschen Pay-TV-Senders Sky in die schwarzen Zahlen zurück und verdiente dabei mehr als von Analysten prognostiziert. CEO Rupert Murdoch sieht sich auf gutem Wege und lobte Apples iPad als Zukunft des Verlagsgeschäfts.

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Der Turnaround ist komplett: Nach Verlusten von 203 Millionen Dollar, die News Corp. nach Abebben der Finanzmarktkrise im zweiten Quartal 2009 noch zu verkraften hatte, verdient der australo-amerikanische Medienriese wieder gutes Geld.

875 Millionen Dollar oder 33 Cent je Aktie fuhr die News Corp-Gruppe, zu der das Wall Street Journal oder etwa der TV-Sender Fox gehört, im Dreimonatszeitraum von April bis Juni ein. Auch die Umsätze entwickelten sich respektabel: Die Erlöse zogen von 7,67 Milliarden auf 8,11 Milliarden Dollar an – Analysten hatten mit 8,06 Milliarden gerechnet.

Murdoch hält an MySpace fest

Der inzwischen 79-jährige Murdoch zeigte sich im Conference Call erfreut über die jüngste Geschäftsentwicklung und äußerte sich auch optimistisch über die  Paid-Content-Pläne auf Apples iPad, das Murdoch wie bereits zu Wochenbeginn lobte: "Ich glaube, dass es ein echter Gamechanger ist", erklärte Murdoch. "Wir sehen nun junge Leute Zeitung lesen, die Zeitungen in anderer Aufbereitung erleben." 

Für das iPad prognostizierte Murdoch eine rosige Zukunft: "Ich glaube, dass wir in Zukunft Hunderte von Millionen dieser Geräte sehen werden. Sie entwickeln sich technologisch so schnell, während wir die richtigen Präsentationsmethoden finden müssen." Mit der Einführung der kostenpflichtigen iPad-App des Wall Street Journal zeigte sich Murdoch zufrieden.

Das dürfte der Medientycoon mit dem einst weltgrößten Social Network MySpace indes weniger sein – er verliert weiter Geld. Murdoch kündigte aber an, am Portal festzuhalten: Es werde in den nächsten Monaten "sehr anders" aussehen. Anleger waren mit dem Conference Call und der Geschäftsbilanz offenkundig zufrieden und schickten die News Corp.-Aktie nachbörslich um 4 Prozent nach oben.

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