Milliarden-Verluste durch Facebook & Co

Wirtschaftlicher Schaden durch Social-Networks: Laut einer Studie der Website Myjobgroup verliert die britische Wirtschaft jährlich umgerechnet 17 Milliarden Euro durch Facebook, Twitter und Co. Über die Hälfte der arbeitenden Briten nutzen soziale Medien am Arbeitsplatz. Auch in Deutschland wird das Netzwerken im Büro immer beliebter. Hierzulande ist die Social-Network-Nutzung in der Firma laut Trend Micro seit 2008 um 11 Prozent gestiegen.

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Die Briten bummeln im Büro: Myjobgroup hat 1000 britische Arbeitnehmer zu ihrer Social-Network-Nutzung am Arbeitsplatz befragt und daraufhin einen wirtschaftlichen Schaden von 17 Milliarden Euro errechnet – ein erstaunlich hohes Ergebnis. Demnach verbringen sechs Prozent – oder rund 2 Millionen Arbeitnehmer – mehr als eine Stunde täglich damit ihre Profile auf den neusten Stand zu bringen, Freunde zu adden oder zu tweeten.
Die Arbeiter selbst glauben hingegen nicht, dass das Netzwerken ihre Arbeitsleistung reduziert. Nur 14 Prozent glauben, dass ihre Produktivität eingeschränkt wird. Zehn Prozent sind sogar überzeugt, dass die Nutzung von Facebook und Twitter die Leistungsfähigkeit steigere.
"Unternehmen würden Gut daran tun die Social-Network-Nutzung ihrer Angestellten während der Arbeitszeit zu kontrollieren und sicherstellen, dass sie nicht ihren Freiraum missbrauchen", kommentierte Myjobgroup Lee Fayer das Ergebnis.
In Deutschland wird die Nutzung von sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz ebenfalls immer beliebter. Das hat der Software-Anbieter Trend Micro in einer kürzlich veröffentlichten Studie festgestellt. In den vergangenen zwei Jahren wuchs die Zahl der deutschen Büro-Netzwerker um 11 Prozent. 2008 waren es nur 13 Prozent, die ihre Arbeitszeit mit posten, adden und twittern verbringen. Jetzt sind es bereits 24 Prozent.
Auch in der Trend Micro-Studie bei der 1600 Nutzer aus Deutschland, Großbritannien, USA und Japan befragt wurden, lagen die Briten vorn. Dort kommen sie allerdings nur auf 33 Prozent im Jahr 2010.

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