Google-Justiziar kritisiert Leistungsschutzrecht

Der Google-Chefjustiziar Arnd Haller hat das von den Verlagen geforderte Leistungsschutzrecht als "Presse-GEZ" bezeichnet, das dem Qualitätsjournalismus schade. In einem Beitrag auf Carta.info schreibt der Rechtsanwalt, dass die Idee der Verleger "weder wirtschaftlich noch juristisch gerechtfertigt" sei.

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Haller bezeichnet das Leistungsschutzrecht als eine nicht durchdachte Lösung: "Durch ein Leistungsschutzrecht soll nun das angebliche ‚Refinanzierungsproblem der Presse‘ durch eine marktfremde Lösung, im Klartext: eine Quersubventionierung durch andere Wirtschaftszweige, behoben werden." Dies gleiche einem Verbotsrecht, weil die Verlage sich ein exklusives Recht an ihren Presseerzeugnissen sichern lasse, dass es ihnen ermögliche, andere von der Nutzung auszuschließen. Jede Vervielfältigung eines Online-Artikels wäre damit vergütungspflichtig.
Der Google-Chefjustiziar führt in seinem Gastbeitrag die zehn wichtigsten Gründe gegen das Leistungsschutzrecht an. Klicken Sie hier, um diese nachzulesen.

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