Zwischenbilanz: bisher 38 Journalisten getötet

In den ersten sechs Monate dieses Jahres sind weniger Journalisten ums leben gekommen als im Vorjahreszeitraum. In seinem "Six-Month Death Watch Report" berichtet das International Press Institute (IPI), dass bis zum 30. Juni 38 Reporter ihr Leben verloren haben. Das sind immerhin fünf weniger als in der ersten Jahreshälfte 2009.

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Korruption hat sich als eines der gefährlichsten Themen für Journalisten herausgestellt – jeder fünfte getötete Reporter hat darüber berichtet. Auch 2009 hat ein Fünftel aller getöteten Journalisten über Korruption berichtet.
"Enthüllungsjournalisten, die über korrupte Beamte berichten, sind von großer Bedeutung für die Öffentlichkeit, die das Recht hat zu wissen, was in ihren Ländern passiert. Daher sollen die Menschen auch wissen, welcher Preis von manchen Journalisten bezahlt wird, um diese Themen zu veröffentlichen", erklärt IPI-Direktor David Dadge.
Obwohl im Vergleich zum vorherigen Jahr bisher weniger Journalisten für ihre Arbeit getötet wurden, sei trotzdem eine beunruhigende Entwicklung in Lateinamerika zu sehen, schreibt das IPI. Diese Region, im letzten Jahrzehnt die drittgefährlichste für Journalisten, hat Asien, Nahost und Nordafrika übertroffen und ist 2010 der tödlichste Kontinent der Welt für Reporter geworden. Es wurden 16 Journalisten in der Region getötet, vergleichsweise dazu 11 in Asien.
"Obwohl es ermutigend ist, dass 2010 für Journalisten bis jetzt weniger tödlich war als 2009, bleibt IPI um die zunehmende Gewalt in Lateinamerika besorgt", sagte Dadge. "Es gehören Recht und Ordnung wiederhergestellt und die Straflosigkeit beendet, damit die Sicherheit der Journalisten und die Pressefreiheit gesichert werden können."

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