Uta Winkhaus geht zu dpa

Kein Ende der Personalienwelle bei den News-Lieferanten in Sicht: Mit der gestandenen Reporterin Uta Winkhaus heuert nach MEEDIA-Informationen ein weiteres ehemaliges AP-Gesicht beim Marktführer dpa an. Der heutige dapd stockt indes gezielt auf, um den neuen Mangel zu kompensieren. Für Winkhaus soll Verena Schmitt-Roschmann kommen, die bisher dem internationalen Dienst der Associated Press zugearbeitet hat.

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Der Abgang der 47-jährigen Winkhaus ist für den dapd ein weiterer schwerer Schlag, der gerade aus dem ehemaligen deutschen Dienst der US-Agentur Associated Press und dem Deutschen Depeschendienst entsteht. Nach dem Zukauf von AP-Deutschland im Dezember 2009 sind bereits die beiden ehemaligen stellvertretenden Chefredakteure Peter Zschunke und Froben Homburger zum Marktführer abgewandert, zudem Wirtschaftschefin Antje Homburger und auch Korrespondenten aus der Fläche. Die dpa, die seit diesem Jahr vom ehemaligen AP-Mitarbeiter Wolfgang Büchner geleitet wird, schnappte sich auch Michael Fischer, einen ausgewiesenen Experten für Verteidigung und das Geschehen im Kanzleramt. Dass nun – zum September – auch Uta Winkhaus zur dpa geht, bestätigte die Agentur auf MEEDIA-Anfrage.

Die Neue wird die Politikredaktion der dpa verstärken, die derzeit ihren gut 3.800 Quadratmeter großen Newsroom in der Berliner Axel-Springer-Passage bezieht. Winkhaus arbeitet seit ihrem Studium in diversen Positionen für den deutschsprachigen Dienst der deutschen AP, darunter als stellvertretende Leiterin der Inlandsredaktion und des Münchner Landesbüros. Seit Anfang 2000 ist sie Reporterin für Bundespolitik im Berliner Hauptstadtbüro. Damit geht dem dapd eine weitere Kapazität mit viel Erfahrung flöten, der im September mit einem neuen Produkt der dpa Marktanteile streitig machen will.

Wenn Winkhaus zum September geht, soll Verena Schmitt-Roschmann den dapd verstärken. Sie wird neue politische Korrespondentin der Nachrichtenagentur – und ist ihr gar nicht sonderlich fern: Bisher arbeitet sie für den internationalen Dienst der AP, das Mutterhaus des ehemaligen hiesigen Dienstes der Associated Press. Laut dapd-Chef Cord Dreyer ist sein Zuwachs Expertin für Gesundheitspolitik, Umwelt und Klimaschutz. Sie verfüge über "erstklassige Kontakte".

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