Cola stoppt Facebook-Kampagne

Coca-Cola muss eine Online-Kampagne zurückziehen, weil Eltern sich über angeblich pornografische Anspielungen beschwert hatten. Bei der Aktion der Cola-Marke Dr. Pepper sollten Jugendliche dem Konzern über eine Facebook-App erlauben, ihre Statusmeldungen zu aktualisieren. Ziel war es, möglichst peinliche Botschaften zu lancieren. Als eine Mutter entdeckte, dass der Facebook-Status ihrer 14-jährigen Tochter eine Anspielung auf einen Hardcore-Porno war, musste Coca-Cola die Kampagne stoppen.

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"Was ist das Schlimmste, das passieren kann?" – unter diesem Motto hatte Coca-Cola für seine Marke Dr. Pepper Ende Mai in Großbritannien eine Facebook-Kampagne gestartet. Eine mögliche Antwort für den Konzern: genau das, was nun eingetroffen ist.

Eine besorgte Mutter war entsetzt über die Facebook-Statusmeldung ihrer 14-jährigen Tochter: "I watched 2 girls one cup and felt hungry afterwards" ist eine angebliche Anspielung auf einen berüchtigten Hardcore-Streifen, in dem sich zwei Frauen mit ihren Exkrementen beschäftigen. Als die Mutter daraufhin Coca-Cola um Aufklärung bat, seien ihr als Entschädigung Theaterkarten und eine Übernachtung in London angeboten worden, wie sie unter dem Pseudonym MrsRickman auf der Ratgeber-Seite mumsnet.com schreibt: "Dafür kann ich mir allerdings nichts kaufen, weil wir in Glasgow wohnen."
Am Montag hat sich Coca-Cola nun offenbar für die Aktion entschuldigt und Ermittlungen bei seinen Werbeagenturen angekündigt. Der Konzern habe die fragliche Statusmeldung zwar abgesegnet, ohne allerdings die Anspielung zu erkennen. "Als wir davon erfuhren, haben wir sofort die entsprechende Statusmeldung entfernt", sagte eine Sprecherin gegenüber dem Guardian. "Wir haben uns auch entschieden, die Kampagne zu beenden und alles zu tun, damit sich das nicht wiederholt."
Bei der Facebook-Kampagne konnten User 1000 Pfund gewinnen, wenn sie dem Konzern über eine App die Kontrolle über ihre Statusmeldungen überließen. Die Meldungen reichten von harmlos ("Lost my special blankie. How will I go sleepies?") bis peinlich ("What’s wrong with peeing in the shower?") – je anstößiger, desto besser. Auf der entsprechenden Facebook-Seite, wo sich mehr als 160.000 User registriert haben, bedauern Viele das abrupte Ende der Aktion – vor allem des Geldes wegen.

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