WM ließ Google-Traffic einbrechen

Wenn die Seleção spielte, hatten die Finger Pause: Die beiden Google Entwickler Jeffrey Oldham und Robert Snedegar haben die Zahl der Suchanfragen während der Fußball-WM-Spiele genauer unter die Lupe genommen. Ihre Analyse haben sie im Google-Blog zusammengestellt. Das Ergebnis: Brasilien hat vor Deutschland und Holland die aufmerksamsten Zuschauer und Bayern-Youngster Thomas Müller muss sich in punkto Google-Treffer dem spanischen Topstürmer David Villa geschlagen geben.

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Welches Team hält seine Fans am gebanntesten vor dem TV-Bildschirm? Welches Spiel hat die Zuschauer am stärksten von Tastatur und Touchscreen ferngehalten? Diese und andere Fragen wollten die Google-Mitarbeiter beantworten.

Brasilien belegt den Spitzenplatz im Einbrechen der Google-Suchanfragen. Während der Spiele ihrer Mannschaft lassen die Brasilianer ihre Finger von der Tastatur. Mit Anpfiff der Seleção-Spiele wurde am Zuckerhut nur noch halb soviel gegoogelt, wie zur selben Zeit an Tagen ohne Fußball. Deutschland belegt zwar nur den zweiten Platz, liegt dafür aber direkt vor den Holländern.  

Eine grafische Darstellung des Brasilien-Spiels gegen Nordkorea vom 15. Juni 2010 illustriert, wie sich das Suchverhalten während der 90 Spielminuten entwickelt. Die Abbildung zeigt, dass in Brasilien mit der Minute des Anpfiffs nicht einmal mehr halb so viele Suchanfragen gestellt wurden, wie an einem normalen Dienstag. Nur innerhalb der Halbzeitpause stieg die Zahl wieder leicht an.

Um das Interesse an den Spielen in der Ko-Runde zu überprüfen, haben die Google-Blogger die Anfragenzahl während der Spielzeiten weltweit verglichen. Es überrascht wenig, dass das Finale dabei mit deutlichem Abstand den ersten Platz belegt. "Während der Finalpartie Niederlande gegen Spanien brachen die Suchanfragen am stärksten ein", entschlüsseln die Google-Blogger. An zweiter Stelle folgt jedoch keines der Halbfinals, sondern der WM-Klassiker: Deutschland gegen England. Auf Platz drei und vier liegen die Viertelfinalbegegnungen Argentinien gegen Deutschland und Niederlande gegen Brasilien.

Insgesamt sank die Zahl der Suchabfragen bei fast allen Endrundenspielen. Lediglich bei der Begegnung Spanien gegen Portugal (Achtelfinale) sowie während den Duellen der Holländer gegen die Slowakei (Achtelfinale) und gegen Uruguay (Halbfinale) schienen sich die Zuschauer zu langweilen. Zumindest konnten sie ihre Augen vom Fernseher lassen und sich dem PC-Monitor zuwenden. Bei diesen Partien stieg die Zahl der eingegebenen Suchbegriffe in den entscheidenden 90 Minuten.

Spaniens Stürmer David Villa musste sich Thomas Müller zwar beim Kampf  um den Goldenen Schuh geschlagen geben, im Google-Duell war unser Topscorer jedoch unterlegen. Im direkten Vergleich mit dem Bayern-Star und den beiden anderen Goldenen Schuh- Anwärtern Diego Forlán und Wesley Sneijder war der Spanier der meist gegoogelte Spieler.

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