Gruners Teil-Rückzug aus Osteuropa

Gruner + Jahr verringert das verlegerische Engagement in Osteuropa. Die Geo-Ausgabe in Rumänien wird wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage eingestellt. Die Geo-Ausgaben in Ungarn, Tschechien und der Slowakei werden künftig als Lizenzausgaben vom Osteuropa-Joint Venture von Ringier und Axel Springer herausgegeben. Bisher wurden diese Ausgaben von der G+J-Tochter Motor Presse direkt betreut. Springer betreut bereits die Russland-Ausgabe von Geo als Lizenznehmer.

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Geo ist mit insgesamt 20 Länderausgaben die international am weitesten verbreitete Zeitschriftenmarke von Gruner + Jahr. Allerdings läuft das Geschäft in den ehemals als sehr wachstumsstark geltenden Märkten in Osteuropa offenbar auch nicht mehr ganz reibungslos.

Die Ausgaben in Rumänien, Ungarn, Tschechien und der Slowakei sind genau jene, die von G+J über die Motor Presse selbst betreut wurden. Nun wurde die Rumänien-Ausgabe “aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land” eingestellt und die übrigen als Lizenzen an die Konkurrenz vergeben.

Dass G+J eine Geo-Lizenz an Axel Springer gibt, ist aber auch nichts Neues. In Russland kümmert sich Springer bereits seit längerem als Lizenznehmer um das Magazin. Allerdings ist Russland mit seinen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten auch ein besonders schwieriger Markt. Springer ist einer der wenigen deutschen Verlage, der es dort dauerhaft aushält.

Erst vor kurzem haben Springer und der Schweizer Medienkonzern Ringier ihr Osteuropa-Geschäft in einem Joint Venture gebündelt. Die gemeinsame Gesellschaft sitzt am Ringier-Stammsitz in Zürich und betreibt Geschäfte in Polen, Tschechien, Ungarn, Serbien und der Slowakei. Der Umsatz liegt bei rund 414 Mio. Euro. Jetzt kommt Dank Geo noch ein bisschen mehr dazu.

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