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Zeitungs-IVW: Welt & taz verlieren deutlich

Während die überregionalen Tageszeitungen bei der Reichweiten-Analyse der AWA als Gewinner hervorgingen, sieht es bei den Auflagenzahlen der IVW düster aus. Keins der sieben Blätter, deren Zahlen eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichung bereits vorliegen, konnte die Werte aus dem Vorjahresquartal halten. Besonders deutlich verloren dabei das Springer-Duo Welt / Welt kompakt, das nur gemeinsam ausgewiesen wird und die tageszeitung. 4,4% bzw. 5,2% der verkauften Auflage ging abhanden.

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Für die taz, die zuletzt noch zu den Gewinnern gehörte, ging es im zweiten Quartal 2010 herunter auf eine verkaufte Auflage von 55.811 – der schlechteste Wert eines zweiten Quartals seit über zehn Jahren. Das Minus von 4,4% des Duos Welt / Welt kompakt entspricht einer um 11.962 geringeren verkauften Auflage. Bild, die meistverkaufte Zeitung des Landes, verzeichnet diesmal einen Rückgang von 3,7% bzw. 118.119 Käufern.

Etwas glimpflicher sind die anderen vier Titel davongekommen, deren Zahlen bereits vorliegen: Der Süddeutschen Zeitung gingen 0,7% der Verkäufe abhanden, der F.A.Z. 1,0% und dem Handelsblatt ebenfalls 1,0%. Mit 136.892 bleibt das Düsseldorfer Blatt damit weiterhin klar vor dem Konkurrenten Financial Times Deutschland, der 2,8% verlor. Ein Plätzetausch der beiden – wie am heutigen Mittwoch erstmals in der AWA vollzogen – steht damit weiterhin nicht an.

Etwas besser sieht es bei den Wochen- und Sonntagszeitungen aus. Hier gibt es mit der Zeit immerhin einen Gewinner. Von 501.524 auf 502.418 steigerte sich das Wochenblatt – ein Mini-Plus von 0,2%. Die Welt am Sonntag verlor auf ähnlich kleinem Niveau: Die Verkäufe sanken um 0,5% auf 400.907 Exemplare. Die Zahlen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitungen liegen noch nicht vor.

Angemerkt werden muss bei diesen Zahlen noch, dass es sich um die Gesamtverkäufe handelt. Die Teil-Auflagen, also Einzelverkauf, Abos, sonstige Verkäufe und Bordexemplare liegen noch nicht vor. Ob die Zeitungen bei der harten Auflage aus Einzelverkauf und Abos noch deutlicher verloren haben – oder die Tendenz sogar positiver aussieht als im Gesamtverkauf, erfahren sie in einer großen MEEDIA-Analyse in der kommenden Woche, wenn die IVW die endgültigen, kompletten Zahlen veröffentlicht. 

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