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„Keine Denkverbote“ im Grosso-Streit

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat die Branchenverbände von Verlagen und Pressegrosso ermahnt, in ihrem Streit um Renditen und Margen nicht auf "Maximalpositionen" zu bestehen. In seiner Rede zum 60. Jubiläum des Bundesverbandes Presse Grosso betonte Neumann, es dürfe in dem Konflikt "keine Denkverbote geben: auch strittige Punkte müssen auf den Tisch." Die Politik tritt im vornehmlich zwischen Grossisten und dem Bauer Verlag geführten Streit als Vermittler auf.

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Nach einem Bericht des Branchenblatts w+v ist die Stimmung so getrübt, dass kein Bauer-Vertreter zum Festakt des Grossoverbands in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin erschien. Neumann, den die Konfliktparteien um Moderation gebeten haben, ließ sich durch den feierlichen Anlass nicht davon abhalten, zum Thema zu kommen: Er wolle "alle Beteiligten daran erinnern, dass es die gegenwärtige Lage auf dem Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt kaum erlaubt, Veränderungen der Geschäftsbedingungen prinzipiell abzuwehren und Maximalpositionen durchzusetzen."
Die beteiligten Verbände der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger sollen bis Ende August ein gemeinsames Positionspapier erarbeiten, noch im September würde sich eine weitere Gesprächsrunde anschließen. Offensichtlich aus Sorge um den Fortbestand des Grossosystems selbst wurde Neumann sogar etwas pathetisch: "Ich bitte Sie hier und jetzt darum: Werden Sie Ihrer hohen Verantwortung gerecht, die das gedruckte Wort für unsere Demokratie hat!"

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