VDZ gegen Steuererhöhung für Kindermedien

Der Zeitschriftenverlegerverband VDZ wehrt sich gegen Pläne, die ermäßigte Mehrwertsteuer von 7 Prozent für Kinderzeitschriften anzuheben. Dies hatte kürzlich der Bundesrechnungshof angeregt, der argumentiert, beigelegte CDs oder Spielsachen würden den regulären Satz von 19 Prozent rechtfertigen.

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Dies seien alte Ideen, die bereits 2002 in einem Gesetzesentwurf standen, dann aber vom Bundestag "wegen ihrer verheerenden Folgen" (so VDZ-Justiziar Dirk Platte) abgelehnt wurden. Der VDZ sieht in den "kleinen Zugaben" ein Kaufanreiz für Kinder, die damit ans Lesen herangeführt wurden. Eine Verteuerung von rund 30 Cent pro Heft würde die erhofften Mehreinnahmen ohnehin verhindern.

Die Mehrwertsteuer spielt in der Diskussion um eine öffentliche Unterstützung der Medienbranche eine wichtige Rolle. Erst kürzlich hatten Koalitionspolitiker versichert, der reduzierte Satz für Printerzeugnisse werde nicht angetastet. Branchenverbände fordern, dass auch Online-Medien das Privileg der ermäßigten Steuer genießen sollten.

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