Ölpest: Obama beschränkt Berichterstattung

Bitte keine falschen Bilder mehr: Die US-Küstenwache am Golf von Mexiko verhängt eine Strafe von 40.000 Dollar für Fotografen und Reporter, die direkt von der Ölkatastrophe berichten wollen. Journalisten dürfen sich ohne ausdrückliche Genehmigung künftig nicht mehr als 20 Meter dem Geschehen nähern. Es hat bereits erste Anzeigen gegeben.

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Wie die offizielle, von BP mitfinanzierte Internetseite Deepwaterhorizonresponse.com meldet, können Verstöße mit bis zu 40.000 Dollar Strafe geahndet werden. Zudem würden vorsätzliche Verletzungen der sogenannten Schutzzone als "Class D Felony" bestraft, wobei die Höchststrafe bei 250.000 US-Dollar und frei Jahren Freiheitsentzug liegt.

Offenbar hat es auch schon eine erste Anzeige gegeben: Georgianne Nienaber, eine Journalistin der Huffington Post, soll nun jene 40.000 Dollar Strafe zahlen, weil sie sich "willentlich" Bilder der Ölkatastrophe und von verendenden Vögeln beschafft habe.

In einer Sondersendung kritisiert auch CNN die neuen Maßnahmen und wirft den Behörden Zensur vor. Während anfangs allen Journalisten freier Zugang versprochen wurde, sei es durch die eingeschränkte Berichterstattung nun nicht mehr möglich, eventuelle Fehler bei der Bekämpfung der Ölkatastrophe aufzudecken. Zudem seien Journalisten in Küstennähe immer wieder von Wachleuten privater Sicherheitsdienste in ihrer Arbeit behindert worden.

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