10 Mio. WM-Fans sehen das Brasilien-Aus

Offenbar haben sich viele Fußball-Fans den Freitag für das erste Viertelfinale freigenommen. Denn: Obwohl das Match zwischen den Niederlanden und Brasilien um 16 Uhr stattfand, saßen im Durchschnitt 10,76 Mio. Leute vor den ARD-Fernsehern. Bestwert für Nachmittags-Spiele ohne deutsche Beteiligung und ein Traum-Marktanteil von 62,5%. Auch das dramatische Spiel zwischen Uruguay und Ghana war ein großer Erfolg: 12,91 Mio. sorgten ab 20.30 Uhr für 50,5%. Schärfster Prime-Time-Konkurrent war das ZDF.

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Der Freitag im Gesamtpublikum:
Mit zwei solchen Publikumsmagneten hatte der Rest der Sender natürlich keine Chance gegen Das Erste, das sich einen Tagesmarktanteil von 34,5% sicherte. Am besten lief es bei den Konkurrenten noch für das ZDF: So erreichten die Mainzer mit ihrem 20.15-Uhr-Krimi "Ein Fall für zwei" sehr gute Werte von 3,72 Mio. und 15,6%. Die "SOKO Leipzig" fiel im Anschluss auf 3,01 Mio. und 11,4%, blieb damit aber ebenfalls noch deutlich vor den restlichen Sendern.

Die Privatsender mussten sich in der Prime Time mit deutlich geringeren Zahlen zufrieden geben. So blieb RTLs "ultimative Chart Show" mit nur 1,31 Mio. Sehern bei miserablen 5,2% hängen. ProSiebens "Galileo" kam ebenfalls nur mit Schwierigkeiten über die Mio.-Marke: 1,19 Mio. sorgten für 4,7%. Etwas zufriedener kann Vox sein: Hier sind die Werte von 1,18 Mio. (5,0%) und 1,03 Mio. (3,9%) für "CSI: NY" und "The Closer" vergleichsweise größere Erfolge.

An der Mio.-Marke gescheitert ist der Rest der Sender in der Prime Time: Sat.1 kam mit "Mensch Markus" auf maximal 0,95 Mio. Zuschauer und 3,6%, für RTL IIs "GIlbert Grape – Irgendwo in Iowa" entschieden sich 0,76 Mio. (3,0%) und für kabel-eins-Serie "Cold Case" um 21.15 Uhr 0,72 Mio. (2,7%).

Die Spitze der Tages-Charts ging aber komplett an Das Erste: Hinter den beiden Viertelfinals, die wie erwähnt 12,91 Mio. und 10,76 Mio. Fans lockten, folgen noch die Halbzeit-"Tagesthemen" von 21.25 Uhr mit 10,08 Mio. Sehern, die Moderationen und Analysen von Gerhard Delling und Günter Netzer mit 7,06 Mio. (Abend) und 5,70 Mio. (Nachmittag), sowie die beiden "Tagesschau"-Ausgaben von 20 Uhr (5,06 Mio.) und 18.30 Uhr (4,34 Mio.). Erst dahinter platzierte sich dann "Ein Fall für zwei" auf Rang 8.

Der Samstag bei den 14- bis 49-Jährigen:
Auch im jungen Publikum gab es Traum-Marktanteile für die beiden ersten WM-Viertelfinals. So bescherten 5,38 Mio. 14- bis 49-Jährige dem Prime-Time-Drama zwischen Uruguay und Ghana grandiose 52,8%, um 16 Uhr gab es für Niederlande vs. Brasilien mit genau 4,00 Mio. jungen Zuschauern sogar 62,2%. Auch die weiteren Plätze der Tages-Charts gehen wie insgesamt an Das Erste – mit den Halbzeit-"Tagesthemen" (3,97 Mio.), Moderationen von Netzer & Delling, der 18.30-Uhr-"Tagesschau", "Waldis WM-Club" und der 20-Uhr-"Tagesschau".

Erst auf Rang 9 findet sich das erste Nicht-ARD-Programm, RTLs Vorabend-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", für die sich in der Fußball-Pause 1,29 Mio. 14- bvis 49-Jährige (19,0%) entschieden. In der Prime Time stürzte RTL aber mit der "ultimativen Chart Show" auf erbärmliche Zahlen von 0,69 Mio. und 7,0% herunter. Etwas besser lief es parallel dazu für ProSieben, wo "Godzilla" mit 0,81 Mio. immerhin 8,3% einfuhr. Sat.1 blieb mit seinem "Mensch Markus"-Marathon bei maximal 0,54 Mio. hängen, das ZDF erreichte mit "Ein Fall für zwei" 0,48 Mio. junge Zuschauer.

In der zweiten Privat-TV-Liga setzten sich die Vox-Serien "CSI: NY" und "The Closer" durch, die jeweils auf 0,56 Mio. 14- bis 49-Jährige und Marktanteile von 6,6% bzw. 5,6% kamen. Am späteren Abend erreichte "Law & Order: Special Victims Unit" mit 0,59 Mio. und 0,58 Mio. sogar noch leicht höhere Zahlen. Für RTL IIs "Gilbert Grape" entschieden sich unterdessen 0,52 Mio. (5,4%), für kabel-eins-Serie "Cold Case" 0,45 Mio. (4,4%).

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