Flattr: Tausend Euro für die taz

Leserspenden von knapp 1000 Euro hat die taz im Juni durch Flattr eingesammelt. Gefragt waren dabei weniger Edel-Reportagen oder Hintergrundberichte. Wie die Taz in ihrem Hausblog mitteilte, zahlen ihre Leser offenbar am liebsten für ihre Lieblingsfeinde: Artikel über Neonazis, Bild-Zeitung und die schwarz-gelbe Regierung.

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Insgesamt 5590 Mal wurden taz-Texte im Juni geflattert, meldete das Hausblog der Berliner weiter. Dafür erhielt die Zeitung jetzt 988,50 Euro. Im Mai hatte die taz als erstes Medium den Micropayment-Dienst Flattr in ihren Online-Auftritt integriert und in den letzten zwölf Tagen des Monats 143,55 Euro eingenommen.
Eine Aufstellung der besthonorierten Artikel, die zumeist auch zu den bestgeklickten Artikeln gehören, führt mit 31,11 Euro ein Text darüber an, wie eine Köhler-kritische Satireseite aus dem Netz getilgt wurde.

Immerhin 29,54 Euro sammelte die taz für einen Artikel über "Diekmanns Telekom-Schulden" – zum Erstaunen der taz-Leute: "Der Klick zum Flattr-Knopf lässt sich hier nur über den hohen Schadenfreude-Faktor des Textes erklären."

Auf Platz drei kommt mit 24,89 Euro ein Bericht darüber, wie in  Medienberichterstattung nach einer Berliner Demo aus einem "Böller" eine "Splitterbombe" wurde.
Wie es im Hausblog weiter heißt, soll der Flattr-Erfolg die Themenauswahl nicht beeinflussen: "Wir entscheiden weiterhin nach der Relevanz, ob und wie groß und mit welcher inhaltlichen Zuspitzung wir über ein Thema berichten."

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