Facebook unter Zensur-Verdacht

Eine BP-Boykott-Seite auf Facebook verschwand am Dienstag für mehrere Stunden von dem Netzwerk. Fast 800.000 Fans zählte die Page bis zuletzt. Der Gründer der Boykott BP-Site, Lee Perkins, behauptet, dass Facebook selbst die Page offline geschaltet hat. Nach Protesten im Netz, ist die Page nun wieder abrufbar.

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"Ich kann nicht glauben, dass die die Seite geschlossen haben ohne eine Erklärung. Ich konnte mich nicht mal von meinen Freunden verabschieden", so der Gründer der Fan-Page. Nicht nur seine Fan-Page, sondern auch sein Account und die einiger seiner Kontakte seien von Facebook gelöscht worden, heißt es auf seiner Homepage.
Die Seite ist ein klares Statement gegen den Ölkonzern BP und dessen Umgang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Facebook-Mitglieder von überall auf der Welt tauschten sich auf der Fan-Page aus. Das plötzliche Verschwinden der Seite löste heftige Proteste unter den Mitgliedern aus.

Der Unmut der BP-Gegner entlud sich kurzzeitig auf einer neuen Seite
Dessen Mitgliederzahl in kurzer Zeit wuchs. Mittlerweile ist die ursprüngliche Facebook-Page mit allen Mitgliedern wieder online. Welchen Einfluss der Netzwerkriese selbst auf die Deaktivierung der Page hatte, ist nicht eindeutig. Facebook Deutschland konnte auf MEEDIA-Anfrage bislang noch keine Erklärung für das plötzliche Verschwinden der Fan-Seite angeben und verwies darauf, dass die Seite mittlerweile wieder online sei.

Gegenüber Golem.de sprach ein Facebook-Sprecher von einem Versehen: "Das Admin-Profil der Boycott-BP-Seite wurde durch einen Fehler von unseren automatischen Systemen abgeschaltet, was eine Löschung aller Inhalte verursachte. Nachdem wir uns das angesehen haben und sicher waren, dass das Profil durch einen Fehler entfernt wurde, ist es nun zusammen mit der Seite wiederhergestellt."

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