ZDF blamiert sich mit Livestream-Ausfall

Hunderttausende Fußballfans dürften sich am Freitagnachmittag extrem geärgert haben. Nicht nur über die 0:1-Niederlage des deutschen Teams gegen Serbien, sondern auch darüber, dass sie das Spiel nicht sehen konnten. Grund: Der Livestream des ZDF war über weite Teile des Matches nicht erreichbar. Und bei einem Spiel, das an einem normalen Werktag um 13.30 Uhr läuft, war der Stream für viele Fans in Büros ohne Fernseher wohl die einzige Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen.

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Pünktlich zum Beginn des Spiels brach beim ZDF alles zusammen. Zunächst ging der Stream nicht, dann wurde sogar die Website des Senders in Mitleidenschaft gezogen und war nicht mehr erreichbar. Obwohl die Techniker des ZDF ihr Bestes gaben, lief der Stream erst in der zweiten Halbzeit wieder – und auch da nicht für alle Nutzer. Der Grund liegt auf der Hand: das große Interesse der Zuschauer war zu viel für die ZDF-Server.

Der Sender teilt mit: "Die ZDF-Technik hatte vor dem Spiel alle Vorkehrungen getroffen und die Streaming-Kapazitäten extra noch einmal ausgebaut. Trotzdem sind während des Spiels Probleme aufgetreten." Doch die Begründung war den zu recht enttäuschten Fans egal. Via Twitter und Facebook ließen sie ihrem Frust freien Lauf. "Danke, ZDF für dieses Stream-Debakel", schrieb ein Twitter-Nutzer. Und vielen anderen fiel nichts anderes ein, als sofort wieder die Gebühren-Diskussion loszutreten: "Danke #ard und #zdf für diesen miesen Stream. Ab jetzt zahl ich keine GEZ mehr!"

Bei all der Empörung sollten die Fans aber etwas Verständnis für das ZDF aufbringen. Denn: Dieses nachmittägliche WM-Spiel dürfte in Deutschland das Ereignis mit der höchsten Nachfrage nach einem Livestream überhaupt gewesen sein. Und wohl nur wenige Netz-Giganten hätten eine solche datenintensive Nachfrage auch ohne Probleme bedienen können. Was die Stream-Probleme zudem zeigen: Das gute alte Fernsehen per Kabel, Satellit oder DVB-T bleibt bei solchen Mega-Events das zuverlässigste Medium.

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