28 Millionen jubeln über das deutsche 4:0

Sensationelle Zuschauerzahlen für den deutschen Fußball-WM-Auftakt. Heftige 27,91 Mio. Leute sahen das 4:0 gegen Australien im ZDF, ein Marktanteil von 74,4%. Zum Vergleich: 2006 gab es bei der Heim-WM nur ein einziges Spiel mit mehr Zuschauern: das Halbfinale zwischen Deutschland und Italien. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam das 4:0 am Sonntagabend auf noch bessere Zahlen: 13,22 Mio. Fans reichten hier für 79,9%. Und: Public Viewings und Kneipenbesucher sind hier nicht mitgerechnet.

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Der Sonntag im Gesamtpublikum:
Angesichts der nun sicher entstehenden Euphorie dürften die 27,91 Mio. Fans noch nicht der Höhepunkt der WM gewesen sein, ein erstes extremes Quotenhighlight waren sie aber absolut. Wie angedeutet: 2006 gab es nur ein Match mit größerem Publikum: die Halbfinal-Niederlage gegen Italien sahen damals 29,66 Mio. Fans. Und noch ein Vergleich: Das erste deutsche Spiel bei der Heim-WM vor vier Jahren hatte nur etwas über 20 Mio. Zuschauer – fand damals aber auch um 18 Uhr statt.

Auch die anderen beiden Sonntags-Spiele erkämpften sich gute Zuschauerzahlen, an die des deutschen Matches kamen sie aber natürlich nicht heran. Den Sieg von Ghana gegen Serbien sahen um 16 Uhr 8,47 Mio. Fans (47,6%), das langweilige Spiel zwischen Algerien und Slowenien kam um 13.30 Uhr auf 5,81 Mio. Zuschauer (38,7%). Das einzige Konkurrenz-Programm, das sich am Sonntag zwischen die WM-Spiele schieben konnte, war erwartungsgemäß das Formel-1-Rennen bei RTL. Immerhin 6,67 Mio. überbrückten mit ihm die Zeit zwischen dem Fußball – ein Marktanteil von 29,2%.

Für das ZDF ging es auch nach dem Fußball noch stark weiter: "Inspector Barnaby" sahen ab 23.20 Uhr noch 2,69 Mio. Leute (26,9%). Die Prime-Time-Leistungen der anderen Sender können wir heute im Schnelldurchlauf abhandeln, sie waren natürlich sehr überschaubar. So kam Das Erste mit seinem "Polizeiruf 110" um 20.15 Uhr auf 2,63 Mio. Zuschauer, nachdem die 20-Uhr-"Tagesschau" immerhin noch 6,37 Mio. Neugierige lockte. RTL blieb mit "Ein (un)möglicher Härtefall" bei 0,97 Mio. hängen, Sat.1 mit "Navy CIS" bei 1,38 Mio., ProSieben mit "3 Engel für Charlie – Volle Power" bei 0,57 Mio.

Der Sonntag bei den 14- bis 49-Jährigen:
In der jungen Zielgruppe sieht es sehr ähnlich aus. Auch hier spielen die Zuschauerzahlen der ZDF-Konkurrenten bis auf die Formel 1 eigentlich keine Rolle. 13,22 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu Hause das deutsche WM-Spiel gegen Australien – 79,9%. Auf den weiteren Plätzen folgen vornehmlich WM-Moderationen und die beiden anderen Spiele, die 3,82 Mio. (Serbien-Ghana) bzw. 2,71 Mio. (Algerien-Slowenien) einschalteten – Marktanteile von 48,5% und 39,6%. Auch hier konnte nur das Formel-1-Rennen von RTL in die WM-Phalanx einbrechen: 2,83 Mio. (31,0%) sahen es ab 19 Uhr im Durchschnitt.

Die anderen Sender auch hier im Schnelldurchlauf: Das Erste erreichte mit der 20-Uhr-"Tagesschau" noch 1,43 Mio. 14- bis 49-Jährige (12,6%), fiel mit dem "Polizeiruf 110" aber auf 0,46 Mio. (2,9%). Sat.1 kam mit "Navy CIS" um 20.15 Uhr auf 0,79 Mio. junge Zuschauer (5,2%), ProSieben mit "3 Engel für Charlie – Volle Power" auf 0,57 Mio. auf 3,6%. Die Sender der zweiten Privat-TV-Liga spielten ebenfalls keine Rolle.

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