VDZ fordert von Facebook Umsatzbeteiligung

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) rechnet in den nächsten zwei Jahren damit, dass zehn Prozent der Werbeerlöse aus dem Printgeschäft zu Facebook abwandern werden. Das berichtet die FTD mit Verweis auf eine aktuelle Studie des Verbands. Die Verleger wollen nun versuchen, sich durch eine Lizenzgebühr die Nutzung ihrer Inhalte durch Dritte sichern zu lassen, wozu auch Facebook gehört.

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Christoph Schuh, Vorstandsmitglied der Burda-Digitaltochter Tomorrow Focus, sagte, dass man in Bezug auf Facebook die Regeln aktiv mitgestalten wolle. Laut Studie sind die Verlage mit fast zwei Dritteln ihrer Titel bei dem sozialen Netzwerk vertreten. Die Inhalte stammen dabei von den bereits bestehenden Onlineangeboten, nur rund ein Viertel stellt Facebook-spezifische Inhalte zur Verfügung.
Künftig soll es darum gehen, dass die Verlage dort mit eigenen Inhalten auffindbar sind. Dadurch wollen sie zusätzliche Nutzer auf ihre Seite locken und diese gesteigerte Reichweite bei den Werbepartnern vermarkten. Darüber hinaus wollen sie eine Beteiligung an den Erlösen aushandeln, die bei der Vermarktung ihrer Angebote innerhalb von Facebook anfallen. "Wir wollen die Geschäftsbeziehung so gestalten, dass wir nicht nur Inhalte liefern, während andere sie monetarisieren", zitiert die FTD Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Digitale Medien bei VDZ.

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