Apple verkauft bald mehr iPads als Macs

Die Millionengrenzen fallen im Monatsrhythmus: Ganze 28 Tage brauchte Apple, um die erste Million iPads abzusetzen - die zweite folgte genau 31 Tage später, nachdem der internationale Start noch erfolgreicher ausgefallen war als erwartet. Die positiven Analystenschätzungen sind damit aufs Neue pulverisiert worden. Hält der Run auf das Apple-Tablet an, könnte das iPad bereits im Startquartal einen Klassiker überrunden - den Macintosh-Computer. Die Gewinnschätzung explodieren unterdessen.

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Die Millionengrenzen fallen im Monatsrhythmus: Ganze 28 Tage brauchte Apple, um die erste Millionen iPads abzusetzen – die zweite folgte genau 31 Tage später, nachdem der internationale Start noch erfolgreicher ausgefallen war als erwartet. Die positiven Analystenschätzungen sind damit aufs Neue pulverisiert worden. Hält der Run auf das Apple-Tablet an, könnte das iPad bereits im Startquartal einen Klassiker überrunden – den Macintosh-Computer.  Die Gewinnschätzungen explodieren unterdessen.

Keine Frage: Der Start berechtigte zu großen Hoffnungen. 300.000 iPads gingen allein am Osterwochenende in den USA über die Ladentische – nur in der WLAN-Version. Was noch als Kaufrausch der treusten der treuen Apple-Fans abgetan werden konnte, fand 28 Tage später mit der Auslieferung der 3G-Version seine Übersetzung im ersten Meilenstein: Eine Million verkaufte iPads in nicht mal einem Monat konnte Apple vermelden.

Für diese historische Marke hatte das iPhone noch 74 Tage benötigt – der zunächst verhalten gestartete MP3-Player iPod gar mehr als zwei Jahre. Was aber würde passieren, wenn die europäische Käuferschaft, die als nicht ganz so Apple-fanatisch gilt, auf das iPad logelassen wird? Tatsächlich: Dasgleiche – was sich mit dem Ansturm auf die Apple Stores der Republik und weiteren acht Länder  – von Kanada bis Japan – am vergangenen Freitag schon andeutete.

Historischer Produktlaunch: Kein Apple-Start war erfolgreicher

„Kunden auf der ganzen Welt entdecken die Magie des iPad, und es scheint, als lieben sie es genauso sehr wie wir“, kommentierte  Steve Jobs gestern stolz den in dieser Form nicht erwarteten Siegeszug des Apple-Tablets. Keine Frage: Das iPad ist bereits zwei Monate nach seinem Verkaufsstart ein ganz enormer Erfolg. Einen solchen Start hat es auch im erfolgsverwöhnten Cupertino schlicht noch nicht gegeben.

Hält die Nachfrage an, schickt sich das iPad an, zum erfolgreichsten Apple-Produkt der 34-jährigen Firmengeschichte zu avancieren. Schon im ersten Quartal der Produkteinführung greift das iPad nach Rekorden und könnte jene Produktreihe hinter sich lassen, die Apple überhaupt erst groß gemacht hat: Die Macintosh-Sparte mit den iMacs und MacBooks.

3,1 bis 3,2 Millionen verkaufte Macs prognostiziert das US-Marktforschungsunternehmen NPS Group im laufenden dritten Geschäftsquartal des Fiskaljahres – was allein der enormen Umsatzsteigerung von 39 Prozent entsprechen würde. Kann das gerade erst in neun weiteren Ländern gelaunchte iPad seine Verkaufsdynamik beibehalten, könnten zwischen April und Juni schon mehr Apple-Tablets als Mac-Desktops und –Laptops zusammen verkauft werden!

iPad könnte schon mehr als ein Fünftel des Quartalsgewinne generieren

Was dieser Durchbruch aus dem Stand bedeuten würde, versuchen Analysten gerade fieberhaft in die Apple-Aktie einzupreisen. Mehr als eine Milliarde Dollar Extra-Umsatz hat Apple nur durch das iPad inzwischen eingefahren. Mit jeder Million kommen bei von „Alley Insider“ errechneten Durchschnittspreisen von 650 Dollar je iPad (inklusive Accessoires) also 650 Millionen Dollar hinzu.

Nach Berechnung von Morgan Stanley-Analyst Katy Huberty entspricht das einem zusätzlichen Gewinn von 20 bis 25 Cent je Aktie. Heißt übersetzt: Bei drei Millionen verkauften iPad im laufenden Quartal könnten die Gewinnschätzungen um bemerkenswerte 60 bis 75 Cent je Aktie angehoben werden – was wiederum schon mehr als einem Fünftel des letzten Quartalsgewinns entspräche!  Wall Street-Analysten dürften heute nach dem verlängerten Memorial Day-Wochenende mit der Aktualisierung von Apple-Studien entsprechend gut zu tun haben.

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