Blogger-Comeback von Robert Basic

Seit fast 1,5 Jahren sind Blog-Postings von Robert Basic Mangelware. Nach dem der Usinger Basicthinking für 46.902 Euro versteigert hatte, zog er sich fast komplett aus der Blogosphere zurück. Jetzt ist er zurück. "Es kribbelt wieder. Twittern ist nur eine unzureichende Ersatzbefriedigung", sagt Basic gegenüber MEEDIA. Nun tippt sich der Hochgeschwindigkeits-Schreiber wieder warm. "Früher kam ich in Spitze auf bis zu 40 Postings am Tag. Mehr als zehn sollten es diesmal jedoch nicht werden."

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Für seinen Neustart publiziert der Web-Promi jetzt über Robertbasic.de. Sein altes Blog Baiscthinking wird weiterhin mit viel Erfolg von Onlinekosten.de betrieben. Im Gegensatz zu seiner alten Arbeitsweise will der Usinger weniger auf kurze und schnelle Meldungen setzten, sondern sich auf weniger Themen konzentrieren, diese jedoch "eher umfassender bearbeiten".

Einen Vorgeschmack auf diesen Ansatz liefert sein Blog jetzt schon. Neben einem mehrteiligen Bericht über eine Honda-Aktion, beschäftigt sich Basic sehr ausführlich mit dem Micropayment-Dienst Flattr. Als nächstes will er sich zudem noch dem Konkurrenten Kachingel.com näher anschauen.

Die alte Leserschaft scheint den Star-Blogger auch bereits wieder zu entdecken. Seit ein paar Tagen steigen die Verlinkungen auf seine Seite sprunghaft. Geht das Wachstum in einer ähnlichen Geschwindigkeit weiter, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der ehemalige Spitzenreiter der Deutschen-Blogcharts mit seinem neuem Projekt den Sprung in die Top-100 schafft.

Die wiederentdeckte Freude am Online-Publizieren heißt jedoch nicht, dass das ambitionierte Buzzriders-Projekt, dem Basic in den vergangen anderthalb Jahren ein Großteil seiner Zeit widmete, gestorben wäre. "Wir sind auf einem sehr guten Weg. Im Moment sieht es so aus, als ob wir im Sommer eine erste Alpha-Version ins Netz stellen können."

Mit Buzzriders, einem Mix aus lokalen News, Kleinanzeigen, Twitter, Blogs und Social Networks, will der Usinger "das lokale Internet revolutionieren." Der Fakt, dass noch immer nichts von den ehrgeizigen Plänen im Web zu sehen ist, findet Basic nicht weiter schlimm. Vielmehr spielt ihm der Faktor Zeit in die Karten. "Dass jetzt auch Facebook das lokale Web entdeckt, zeigt doch, dass das Thema immer wichtiger wird."

Der Blog-Neustart läuft erst einmal unabhängig von Buzzriders. Ob Basic auch mit seinem neuem Netz-Journal so viel Geld verdienen wird, dass er davon leben kann, bleibt abzuwarten. Allerdings plant er auch die Integration von Werbung. "Ich bin kein Freund von großen Reden. Ich lasse lieber Taten sprechen und es wäre klasse, wenn das Blog auch diesmal wieder genügend Werbekunden überzeugen könnte."

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