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WSJ-iPad-App: Murdoch mit satten Erlösen

Rupert Murdoch hat mit seinen Paid Content-Ambitionen Ernst gemacht - und einen ersten Achtungserfolg eingefahren. Das zumindest belegt der Start der kostenpflichtigen iPad-Applikation des renommierten Wall Street Journals. Mehr als 10.000 Abonnenten gibt es bereits, die für den Monatszugang stolze 17,29 Dollar aufbringen müssen. Der Medienmogul setzt damit im Jahr eins bereits Millionen um - auch durch Online-Werbung in der iPad-App, für die Anzeigenkunden sechsstellige Summen überweisen.

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Rupert Murdoch hat mit seinen Paid Content-Ambitionen Ernst gemacht – und einen ersten Achtungserfolg eingefahren. Das zumindest belegt der Start der kostenpflichtigen iPad-Applikation des renommierten Wall Street Journals. Mehr als 10.000 Abonnenten gibt es bereits, die für den Monatszugang stolze 17,29 Dollar aufbringen müssen. Der Medienmogul setzt damit im Jahr eins bereits Millionen um – auch durch Online-Werbung in der iPad-App, für die Anzeigenkunden sechsstellige Summen überweisen.

Und plötzlich ist auch Rupert Murdoch Apple-Fan! "Vor acht Jahren hat uns Steve Jobs noch gesagt, Inhalte-Anbieter und Technologie-Erfinder passen nicht zusammen. Ich glaube, das wird er heute Abend nicht sagen", kündigte der Medienmogul gestern auf der Technologiekonferenz "D8" den Apple-Gründer an. Der 79-jährige Murdoch als Laudator für den 55-jährigen Jobs – eine Rolle, an die man sich erst mal gewöhnen muss.  

Und doch kommt sie von nicht ungefähr. Denn Murdoch profitiert von Apple. "Dieses Jahr konnte das Wall Street Journal bislang als einziger Top 25-Zeitungsverlag wachsen. Ein Großteil des Wachstums kommt durch unsere zahlungspflichtigen Online-Abonnenten, viele iPad-Nutzer inklusive", erklärte der Medientycoon gestern im kalifornischen Rancho Palos Verdes.

Beliebte WSJ-iPad trotz hohen Gebühren: 173.000 Dollar fließen schon jetzt jeden Monat

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Tatsächlich sind inzwischen mehr als 10.000 Leser bereit, für die seit zwei Monaten verfügbare iPad-App des Wall Street Journals Geld zu bezahlen. Gutes Geld! Denn stattliche 17,29 Dollar müssen US-Kunden des iPad App Stores berappen – im Monat. Zum Vergleich: Der Zugang zur Online-Ausgabe von WSJ.com ist mit 8 Dollar mehr als halb so günstig.

Dennoch zahlt die Kundschaft bereitwillig. Gerade mal acht Wochen nach dem iPad-Start fließen damit Umsätze in Höhe von 173.000 Dollar in die Kassen von News Corp. – pro Monat. Das entspricht also auf Jahressicht bereits Erlösen von mehr als 2 Millionen Dollar.   

Cash Cow WSJ: Schon iPad-Erlöse von 10 Millionen in Jahr  eins?

Und damit nicht genug: Das Premium-Wirtschaftsangebot verkauft auch noch kräftig Anzeigen in seiner iPad-Ausgabe. So hat das Wall Street Journal bereits sechs Anzeigenkunden Werbepakete über eine Laufzeit von 4 Monaten verkauft – zu je 400.000 Dollar. Macht summa summarum bereits jetzt weitere 2,4 Millionen Dollar.

Kann Murdoch das Anzeigengeschäft auf diesem Niveau halten und seinen Abonnentenstamm noch mal verdoppeln, erscheint die 10 Millionen-Dollar-Umsatzgrenze schon im ersten Jahr der Einführung des Tablet Macs denkbar. Der Traum vom Paid Content lebt weiter – auf dem iPad.   

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