Trendiction greift Google News an

Ein Luxemburger Start-up will Google News und Nachrichten.de Konkurrenz machen. Unter dem wenig inspirierenden Namen Trendiction durchforstet eine neue deutschsprachige Spezial-Suchmaschine jetzt Nachrichten, Blogs und Kommentare. Das Resultat ist ein interessanter Mix aus News-Aggregator und Blog-Suchmaschine. Bereits zum Start ist abzusehen: Der Neuling wird wahrscheinlich großer Mainstream-Erfolg. In der Nische könnte sich Trendiction allerdings zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickeln.

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Nach eigenen Angaben unterscheiden sich die Luxemburger in vier Punkten von herkömmlichen Suchmaschinen: Erstens, in dem sie die aggregierten Inhalte besonders übersichtlich aufbereiten. Tatsächlich liegt ein großer Teil des Charmes von Trendiction in einer kleinen Box, über die sich die Ergebnisse nach Blogs, Nachrichten oder Kommentare sortieren lassen. Laut Netzwertig.com indexiert der Web-Neuling täglich 35.000 Nachrichtenobjekte, 45.000 Blog-Artikel und 18.000 Blog-Kommentare.

Der zweite Unterschied laut Unternehmens-Blog: "Im Gegensatz zu Google, Nachrichten.de oder Yahoo, stellen wir ein API für unseren gesamten Suchindex zur Verfügung." Die Luxemburger erlauben so ein gezieltes automatisiertes Abfragen aller Suchergebnisse.

Als dritten Punkt führt das Start-up an, dass es keine personenbezogenen Daten sammelt und auch keine Cookies setzt, um das Surfverhalten einzelner Surfer zu tracken.

Als vierten Vorteil sehen die Gründer Thibaut Britz und Christophe Folschette eine "Bessere Übersicht: Sowohl Google-News als auch Nachrichten.de bieten eine Übersicht der aktuellsten News an. Wir sind jedoch der Meinung, dass unser Suchsystem den Nutzern einen besseren Themen Überblick liefert."

Die ungewöhnliche Namenswahl erklärt Folschette gegenüber MEEDIA. "Wir haben Trendiction wegen dem Wort Trend gewählt. Wir sehen uns selbst als zukunftsorientiertes sowie dynamisches Unternehmen und möchten natürlich zu einem Trendsetter im Bereich des Internets werden."

Finanzieren will sich das Unternehmen über die kommerzielle Nutzung ihrer API-Schnittstelle. Ihre Such-Rohdaten verkaufen die Luxemburger an Großkunden-Kunden, die so beispielsweise eigene Monitoring-Systeme über Trendiction laufen lassen können. Ob diese Einnahme allerdings ausreichen, um langfristig eine solche Unternehmung zu finanzieren, darf bezweifelt werden.

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