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Betrugsverdacht bei der Gema

Lug und Trug bei der Verwertungsgesellschaft: In einer Pressekonferenz hat der Gema-Vorstandsvorsitzende, Harald Heker, bekannt gegeben, dass zwei Mitarbeiter und zehn Mitglieder im Verdacht stehen, Veranstaltungen angemeldet zu haben, die in dem angekündigten Umfang so nicht bzw. überhaupt nicht stattfanden. Betroffen davon seien Life-Events im Bereich U-Musik. Die Höhe des Schadens konnte bisher nicht beziffert werden, den Mitarbeitern wurde fristlos gekündigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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Auf welchen Zeitraum sich die Schein-Events beziehen, die bundesweit angekündigt waren, konnte bisher nicht festgestellt werden, teilte Heker mit. Man setze nun alle Hoffnungen auf die Staatsanwaltschaft Berlin, die den Fall übernommen hat.
Anfang Mai hatte die Gema einen Hinweis zu dem Fall erhalten. Dabei soll es darum gehen, dass zwei Mitarbeiter der Generaldirektion Berlin Kontrollfeststellungen manipuliert haben, die zu unberechtigten Auszahlungen an bestimmte Mitglieder führten. Dabei soll es sich um eine beträchtliche Summe handeln.
"Dieser Fall gibt uns Anlass, das System zu überprüfen, ob es für die Zukunft verbessert werden kann", sagte Heker. Im Zuge der Untersuchungen wurde ein weiterer, interner Fall bekannt, in dem ein Mitglied falsche Angaben gemacht haben soll. Auch diesem Betrugsverdacht werde die Gema nachgehen, kündigte Heker an. Man werde in beiden Fällen alle Konsequenzen ziehen, die notwendig sind.
Die Gema nimmt von den Veranstaltern und Radiosendern Gebühren, um diese dann über einen Verteilerschlüssel an Komponisten und Rechteinhaber von Musikstücken auszuschütten. Die Verwertungsgesellschaft hat über 60.00 Mitglieder und zieht für rund eine Million weitere Rechteinhaber Geld ein. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Musikstücke.

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