Euro-Manager kauft Springer-Finanztitel

Der bisherige Geschäftsführer Frank B. Werner übernimmt die beiden Finanztitel Euro und Euro am Sonntag von der Axel Springer AG. Das teilte der Konzern am Donnerstagmorgen mit. Werner kaufe die beiden Titel gemeinsam mit einer Schweizer Beteiligungsgesellschaft und führe sie fort. Damit bewahrheiten sich nun doch die Spekulationen, die seit einigen Monaten durch die Branche geistern. Schon im Januar wurde berichtet, dass Gründer Werner die Titel übernehmen könnte.

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Springer trennt sich derzeit "im Rahmen der Konzentration auf Aktivitäten im Kerngeschäft und reichweitenstarke Medienangebote", wie es das Unternehmen formuliert von seinen Aktivitäten zum Thema Wirtschaft und Finanzen. Vor einigen Tagen wurde Vollzug beim Verkauf der walllstreet:online AG und der wallstreet:online capital AG gemeldet, nun stößt man also die Print-Ojekte "Euro" und "Euro am Sonntag" ab. Bei den Online-Wirtschaftsmedien behält Springer aber die Plattform finanzen.net.
Zum Verkauf der beiden Printmarken äußert sich Springer-Vorstand Andreas Wiele: "Ich freue mich, dass wir mit Frank B. Werner einen zuverlässigen und verantwortungsvollen Käufer gefunden haben, der unseren Wirtschaftstiteln und den Mitarbeitern am Standort München eine langfristige Perspektive bieten kann. Für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren danke ich ihm herzlich und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg."

Euro und Euro am Sonntag stehen wie die meisten Wirtschafts- und Finanztitel deutlich unter Druck. So verlor Euro am Sonntag in den vergangenen fünf Jahren laut IVW 21% seiner Gesamtverkäufe und sogar 75% seiner Einzelverkäufe an Kiosk & Co. Euro verlor in den vergangenen vier Jahren 19% seiner Gesamtverkäufe und 57% seiner Einzelverkäufe. Auch im Anzeigenmarkt gehören die beiden Titel in diesem Jahr laut ZAS weiterhin zu den großen Verlierern.

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