Amir Kassaei ätzt gegen ADC-Gipfel

Twitter ist das richtige Medium, um schnell, treffsicher und gemein zu kommentieren. Der nächste Zwitscherer, der das beherzigte und seiner Verachtung freien Lauf ließ, ist Amir Kassaei. Der Star-Kreative und Ex-Chef des Deutschen Art Director Clubs, ärgere sich am Wochenende so richtig über den ADC-Gipfel, den seine Nachfolger organisierten. So ätzte er: „Was hat letztes jahr im Bereich Kommunikation ernsthaft 8 Gold, 56 Silber & 123 Bronze verdient? Wieso verarscht ihr euch denn selbst? #ADC.“ Knack, das sitzt.

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Der Ärger über das Werber-Treffen in Frankfurt fing bereits am Freitag an. Der DBB-Kreativchef twitterte: „Beim #ADC zeichnen die allen ernstes verderbliche Ware von Vorgestern aus und sind auch noch stolz, dass sie streng sind.“
Ein Blog-Posting von Stefan Zschaler kommentierte der Berliner. „@Zschaler redet in seinem Blog von Hoffnung & ernsthaften Diskurs. Wusste gar nicht, dass beim ADC jetzt gratis crystal meth verteilt wird."
Auch die Idee der Organisatoren den Boxweltmeister Wladimir Klitschko als Stargast einzuladen stieß auf wenig Gegenliebe beim Mann, der noch im vergangen Jahr für den Event zuständig war. „Es wäre kreativer, wenn die ADC Mitglieder statt Klitschko beim Rülpsen zuzuhören, sich hinsetzen & über die Rettung der Branche nachdenken.“
Bis zum August 2009 war Kassaei noch selbst Vorstandssprecher des Art Directors Club für Deutschland. Nach aber nur einem Jahr trat er allerdings zurück. Im Interview mit dem Fachmagazin Werben und Verkaufen sagte er damals. „In unserer Branche gibt es leider zu viele egomanische Selbstdarsteller, die nicht wirklich Substanz mitbringen." Seine Meinung scheint sich seitdem nicht geändert zu haben.
Heiner Twenhäfel, alias Highner merkte an: „Alles immer nur scheiße zu finden ist doch auch scheiße.“ Karzaeis Konter: „@Highner und alles Scheisse auszeichungswürdig zu finden auch.“ 
Mit einer Teilnehmer-Leistung beim Kreativen-Wettstreit in Frankfurt schien der DBB-Chef jedoch zufrieden zu sein: „Für mich ist Heimat die Nummer 1. Und zwar ohne wenn und aber wenn es um Relevanz, Qualität & Wahrhaftigkeit geht.“
Aus einem Tweet-Gefecht mit @Highner ließe sich beinahe herauslesen, als der DDB-Kreativchef darüber nachdenke, dass seine Agentur im nächsten Jahr nicht mehr teilnimmt. Auf solch eine Konsequenz lies sich Kassaei dann allerdings doch nicht festlegen. 

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