SuperIllu startet Web-Shop Ostarkaden.de

Nach Bild.de, jetzt auch die SuperIllu: Immer mehr Web-Portale bauen massiv ihre Shopping-Angebote aus. Unter der neuen Marke Ostarkaden.de bündelt das Burda-Portal nun den Inhalt von sechs Partner-Shops. Im Web gibt es jede Woche neue Produkte. Zudem stellt das Heft regelmäßig Highlights aus dem 10.000 Produkte-umfassenden E-Commerce-Angebot vor. Im MEEDIA-Interview verraten die Macher, Geschäftsführer Heinz Scheiner und Digital-Chef Maximilian Gall, was sie von ihren Ostarkaden erwarten.

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Die sechs Produktwelten im neuen Shop Ost-arkaden.de sind: Ostprodukte-Shop (Kooperationspartner Ostprodukte-Versand), Ost-Manufakturen (Kooperationspartner Klick-Germany), DVD-Shop (Kooperationspartner Icestorm), Musik-Shop (Kooperationspartner Amiga), Cover-Shop (Kooperationspartner XXLPics und Sony Music), Ticket-Shop (Kooperationspartner Semmel Concerts und Eventim).

Was erwarten Sie von ihrem neuen Web-Laden?
Heinz Scheiner Dreierlei: Zum einen die Erweiterung der Markenwelt von SuperIllu. Zum zweiten stärken wir unsere Online-Kompetenz und zeigen unseren Lesern und Usern, dass sie auch im Internet ihre mediale Heimat finden. Und zum dritten: Wir wollen natürlich Geld verdienen, also einen weiteren Ausbau des Erlöskanals E-Commerce erreichen.

Mit Ostarkaden.de bauen sie ihr E-Commerce-Angebot aus. Was machen sie sonst noch?
Heinz Scheiner SuperIllu.de bleibt unsere digitale Dachmarke. Hier schaffen wir den Usern einen Kompass für ihre Heimat und bieten aktuelle News aus Ostdeutschland, Unterhaltung und Ratgebercontent, einschließlich eines wachsenden Bewegtbildangebots. Mit Mein-ostdeutschland.de bieten wir außerdem eine Foto-Community. Wir erreichen monatlich 110.000 User – das ist schon eine gute Zahl, aber natürlich arbeiten wir daran, diese Reichweite noch auszubauen.

Warum braucht eine Print-Markte überhaupt einen Online-Shop?
Maximilian Gal
Natürlich braucht eine Print-Marke nicht zwingend einen Online-Shop. Aber auch wenn die Print-Marke weiterhin Kernprodukt bleibt, haben wir uns inzwischen crossmedial augestellt: Mit Live-Events wie der Goldenen Henne oder derzeit der Verleihung der Einheitspreise, aber eben auch mit digitalen Angeboten. In Ostdeutschland ist niemand näher an den Lesern als SuperIllu, wir sind unangefochtener Marktführer bei den Publikumszeitschriften. Da liegt es doch nahe, diese mediale Power und Markenstärke auch für neue, leseraffine Angebote im E-Commerce-Bereich zu nutzen – gerade wenn hier eine Chance auf Zusatzerlöse winkt.
Kennen Sie einen Verlag, der ein ganz ähnliches Konzept verfolgt oder ein ganz ähnliches Angebot bereits online hat?
Heinz Scheiner Es gibt unzählige E-Commerce-Ansätze, zum Beispiel von unseren Nachbarn hier um die Ecke: Die Bild vertreibt Produkte über ihren Online-Shop und auch die taz spricht mit einem ähnlichen Angebot ihre Leser mit speziellen Angeboten an. Unser Alleinstellungsmerkmal ist jedoch, dass unser Angebot zwar groß, aber dennoch ganz speziell auf unsere Leserschaft und das „Lebensgefühl Ost" zugeschnitten ist. Da gibt es natürlich die typischen Ostprodukte, also Produkte oder Marken, die viele noch aus der DDR-Zeit kennen. Jetzt kommen Sie uns aber bitte nicht mit "Ostalgie" – unser Angebot ist nicht rückwärtsgewandt. Wir haben zum Beispiel im Manufakturen-Shop Produkte junger Existenzgründer und deren Handwerksbetriebe aus den Regionen in Ostdeutschland oder bieten im Ticket-Shop Karten für Live-Konzerte in ostdeutschen Städten.

Warum klammern sie Shopping-Trends wie Groupons aus?
Maximilian Gall Sie meinen ein Angebot à la Westdeal.de? SiperIllu ist ja keine Lokalzeitung, wir sind ein überregionales Angebot. Synergien z.B. mit dem Anzeigenvertrieb sind also begrenzt. Außerdem bin ich nicht sicher, ob wir unsere Leserschaft mit solchen Angeboten im ersten Schritt nicht überfordern würden. Grundsätzlich beobachten wir diese Entwicklungen aber genau und bleiben offen für neue Trends auch im Shopping-Bereich.

Planen Sie noch eine Erweiterung des Angebots?
Maximilian Gall Die Sortimente der einzelnen Shops werden von unseren Kooperationspartnern ständig aufgestockt und verändert. Die sechs Shopping-Welten, mit denen wir nun starten, bieten bereits ein sehr breites Portfolio. Aber natürlich halten wir immer die Augen offen, entwickeln Ostarkaden.de weiter oder testen neue Angebotsformen.

Was muss passieren, dass Sie sagen: Der Start der Ostarkaden war ein voller Erfolg?

Heinz Scheiner Im besten Fall jubeln unsere Kooperationspartner, dass sie noch bekannter und reicher geworden sind. Denn davon hätten auch wir etwas.

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