3. Quartal: Avatar beflügelt News Corp

Rupert Murdoch kehrt als Triumphator zurück: Ein Jahr nach dem Tiefpunkt der schwersten Medienkrise seit Jahrzehnten hat das Medienkonglomerat News Corp. wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Das belegen die nach Handelsschluss an der Wall Street vorgelegten Quartalszahlen eindrucksvoll. Das australisch-amerikanische Medienhaus kann sich über zweistelliges Umsatzwachstum, vor allem aber über eine regelrechte Gewinnexplosion freuen. Maßgeblichen Anteil hat daran der erfolgreichste Film aller Zeiten.

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Rupert Murdoch kehrt als Triumphator zurück: Ein Jahr nach dem Tiefpunkt der schwersten Medienkrise seit Jahrzehnten hat das Medienkonglomerat News Corp. wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Das belegen die nach Handelsschluss an der Wall Street vorgelegten Quartalszahlen eindrucksvoll. Das australisch-amerikanische Medienhaus kann sich über zweistelliges Umsatzwachstum, vor allem aber über eine regelrechte Gewinnexplosion freuen. Maßgeblichen Anteil hat daran der erfolgreichste Film aller Zeiten.

Anleger haben den Film schon mal gesehen – ein Happy End blieb aus. Rund ein Jahr ist es her, als die Aktienmärkte auf die dramatischste Talfahrt seit Jahrzehnten gingen, die in einer panischen Verkaufswelle im Frühjahr 2009 endete. Bei Blick auf den gestrigen Handelstag dürften bei manchen Aktionär die schlechten Erinnerungen schlagartig zurückgekehrt sein: Wie zu Krisenzeiten brachen die Weltbörsen im Zuge der erneuten Griechenland-Wirren so hart und krachend ein wie noch nie in diesem Jahr.  

Dabei ist 2010 zumindest konjunkturell vieles anderes als es noch 2009 war. Wie sehr der Wind binnen eines Jahres gedreht hat, belegen die neusten Quartalsergebnisse einer der wertvollsten Medienkonzerne der Welt. Immerhin 19 Prozent mehr Umsatz konnte News Corp im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal dieses Fiskaljahres verbuchen – das waren 1,4 Milliarden Dollar mehr als noch im Vergleichzeitraum im Vorjahr.  

Filmsparte mit Gewinnexplosion dank "Avatar"

Umso bemerkenswerter jedoch war das, was am Ende tatsächlich in der Bilanz hängen blieb. 1,25 Milliarden Dollar Gewinn verbuchte News Corp operativ – das sind stolze 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Netto verdiente der größte Aktionär des deutschen Pay-TV-Senders Sky immer noch 839 Millionen Dollar oder 32 Cent je Aktie; im Vorjahr waren es aufgrund von Steuergutschriften und einem Unternehmensverkauf noch 2,7 Milliarden Dollar.

Der maßgebliche Treiber der erfolgreichen Quartalsbilanz kam unterdessen aus Hollywood. "Avatar“", der erfolgreichste Film aller Zeiten, war für einen Gewinnsprung von 76 Prozent der Filmdivison verantwortlich, die alleine 497 Millionen Dollar zum operativen Unternehmensgewinn beisteuerte. Den anderen Löwenanteil des Quartalsgewinns erzielte die TV-Sparte mit Fox News (588 Millionen Dollar).

Murdoch: "Es gibt keinen stärkeren Inhalte-Anbieter als News Corp"

Der Bereich Zeitschriften und Informationsdienste brachte es dagegen "nur" auf Erträge von 131 Millionen Dollar, was jedoch mehr als einer Vervierfachung entsprach. Maßgeblichen Anteil hatte daran auch das Wall Street Journal, das sich über gestiegene Anzeigenerlöse von 25 Prozent freuen konnte.

"Unser heutiges Quartalsergebnis bestätigt, dass es keinen stärkeren Inhalte-Anbieter als News Corp gibt, wenn es darum geht, operatives und fiskalisches Wachstum zu demonstrieren", kommentierte der Vorstandsvorsitzende Rupert Murdoch das Ergebnis stolz. Anleger teilten seine Einschätzung allerdings offenbar nicht – und schickten die News Corp nach Handelsschluss in New York um weitere 4 Prozent auf weniger als 15 Dollar nach unten, nachdem an einem ganz schwachen Börsentag bereits 4 Prozent verloren gegangen waren.

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